21.05.2026 - 13 Masterplan IGS Kreideberg
Grunddaten
- TOP:
- Ö 13
- Gremium:
- Rat der Hansestadt Lüneburg
- Datum:
- Do., 21.05.2026
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Bearbeitung:
- Maja Lucht
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Beschluss:
Der Rat der Hansestadt Lüneburg fasst einstimmig/mehrheitlich folgenden Beschluss:
- Auf Grundlage des vorgestellten Masterplans für den Standort IGS Kreideberg wird die Verwaltung beauftragt, die Variante 2 „Neubau einer Campus-Schule“ (Errichtung eines neuen Schulcampus für die IGS auf dem heutigen Sportplatz mit anschließendem Rückbau des Bestandsgebäudes) weiterzuverfolgen. Die Verwaltung wird beauftragt, hierfür ein konkretisiertes Raumprogramm zu erarbeiten, die planerischen und förderrechtlichen Rahmenbedingungen zu vertiefen, erste Planungsleistungen einzuleiten sowie die Abstimmungen mit dem Landkreis Lüneburg (Kreisschulbaukasse) sowie weiteren Zuwendungsgebern aufzunehmen. Dabei sind Synergieeffekte zwischen dem Schulstandort Grundschule, IGS sowie Verfahren zur Beschleunigung der Umsetzung zu prüfen.
- Die für die weiteren Planungsschritte sowie die spätere Umsetzung erforderlichen Haushaltsmittel sind im Rahmen der Haushaltsplanaufstellung und Finanzplanung zur Beratung einzubringen.
Beratungsinhalt:
Ratsfrau Filohn stellt heraus, dass es keinen Zweifel am Bedarf eines Neubaus für die IGS Kreideberg gebe. Die räumliche Situation werde den pädagogischen Anforderungen nicht mehr gerecht. Dennoch sollte sich der Rat nicht vorschnell auf eine Variante festlegen. Es brauche die Prüfung einer weiteren Variante. Ein alternativer Standort könnte weitere Optionen ermöglichen, z. B. neue Perspektiven für die Grundschule und die Kirche. Es sollte die beste Lösung gefunden werden.
Ratsherr Heerbeck begründet seinen Änderungsantrag. Bei einer Bauzeit von 12 Jahren rede man quasi über ein Generationenprojekt. Dies sei eine Belastung für Kinder, Eltern und Lehrkräfte, die so nicht sein solle. Es müsse geprüft werden, wie man schnell zu einem Ergebnis komme.
Oberbürgermeisterin Kalisch verweist auf die Stellungnahme der Verwaltung. Der Kreideberg lebe vom Schulzentrum, das führe zur Lebendigkeit im Quartier. Außerdem werde die IGS gerade durch den Bau eines Oberstufenzentrums am Standort aufgewertet. Es sei Zeit, dass es vorangehe.
Frau Lucht, Leiterin des Fachbereichs Gebäudewirtschaft, bedankt sich für die intensive Beschäftigung mit dem Thema. Das zeige die hohe Priorität. Sie erläutert, dass Großprojekte auch wegen der finanziellen Aspekte und der externen Dienstleister ihre Zeit benötigten. Die Bewilligung von Fördermitteln oder EU-weite Vergaben könnten nicht realistisch beschleunigt werden. Es sei daher schwierig, eine schnellere Bauzeit zu prognostizieren. Die Gesamtbauzeit von 12 Jahren sei eine realistische Annahme. Die Verwaltung werde aber die Planungs- und Umsetzungsdauer straffen, wo es möglich sei. Der Beschluss wäre der Startschuss für weitere Untersuchungen und Planungsschritte. Sie schlägt daher vor, den letzten Satz unter Ziffer 1 des Beschlussvorschlags wie folgt zu fassen: „Dabei sind Synergieeffekte zwischen dem Schulstandort Grundschule, IGS sowie Verfahren zur Beschleunigung der Umsetzung zu prüfen.“
Ratsherr Kohlstedt wiederholt die Gründe für einen alternativen Standort am Ochtmisser Kirchsteig. Er hinterfragt, ob man sich ein größeres Denken nehmen würde. Da weder das Bauprogramm noch mögliche Synergieeffekte bekannt seien, gebe es keine belastbare Daten. Dennoch würden bereits Mittel im Haushalt vorgesehen. Er könne nicht nachvollziehen, warum der Neubau so lange dauern solle. Er spricht sich dafür aus, auf der Grünen Wiese zu planen und die vorgesehene Fläche anders zu nutzen.
Ratsherr Grimm pflichtet bei, dass das Bauen früher schneller gegangen sei. Da man wisse, wie lange Beteiligungsverfahren dauern würden, sollte lieber heute angefangen werden als morgen. Wenn erst noch ein anderer Standort geprüft würde, brauche die Umsetzung noch länger.
Ratsherr Mennen zeigt auf, dass der Rat viele Informationen von der Verwaltung vorgelegt bekommen habe und gut vorbereitet sei für eine Entscheidung. In allen Instanzen sei der Verwaltungsvorlage gefolgt worden. Es sei irritierend, dass so kurzfristig noch Änderungsanträge vorgelegt würden. Alternative Standorte seien geprüft und in den Gremien dazu berichtet worden. Die Umsetzung würde verzögert, wenn weitere Prüfungen beauftragt würden. Das Zentrum des Kreidebergs sei schon mitgedacht worden. Außerdem werde aktuell ein neues Oberstufenzentrum vor Ort gebaut.
Oberbürgermeisterin Kalisch bestätigt, dass für das Bauen am Ochtmisser Kirchsteig erst Baurecht zu schaffen wäre.
Frau Lucht hebt hervor, dass der Campus Zug um Zug erstellt würde und sich die Bauzeit von 12 Jahren auf das Gesamtprojekt beziehe. Einzelne Gebäude könnten bereits früher genutzt werden. Es sei nicht schneller, auf der Grünen Wiese zu bauen. Die Bauzeiten zu straffen, habe die Verwaltung immer zum Ziel.
Oberbürgermeisterin Kalisch und Stadtrat Rink machen deutlich, dass die Fläche am Ochtmisser Kirchsteig als Entwicklungsfläche für Sport ausgewiesen sei.
Ratsherr Heerbeck erklärt, dass der Änderungsantrag zurückgezogen werde, wenn die von der Verwaltung vorgeschlagene Formulierung in den Beschluss aufgenommen werde.
Ratsherr Soldan bekräftigt, dass die Schule im Herz des Stadtteils Kreideberg liege und zum Herz des Kreidebergs werden könne. Die Flächen am Ochtmisser Kirchsteig seien auch für das Stadtklima wichtig, da es sich um eine Kaltluftvolumenstromfläche handeln würde. Ein Schulbau würde den Zustrom unterbrechen. Im Übrigen habe er angenommen, dass die Verwaltung ohnehin jede Beschleunigungsmöglichkeit prüfe. Es werde Gebäude für Gebäude gebaut und bezogen. Entscheidend sei eine gute Planungsphase, für die heute ein Beschluss nötig sei.
Ratsfrau Dr. Dartenne fügt hinzu, dass man kurze Wege für die Kinder wolle. Dies sei am Standort auch im Hinblick auf die Verkehrssicherheit möglich. Eigentlich sei es auch mehr um die Entscheidung gegangen, ob eine Sanierung oder ein Neubau gewünscht sei.
Ratsherr Dißelmeyer glaubt, dass es mehr Realismus als Patos brauche, wenn um eine Standortprüfung in 400 m Entfernung gebeten werde. Die Altenative sollte ergebnisoffengeprüft werden, ehe eine Entscheidung getroffen werde. Im Änderungsantrag sei außerdem enthalten, dass dies Verfahren auch für alle künftigen Masterpläne gelten solle.
Oberbürgermeisterin Kalisch fasst zusammen, dass ein Neubau auf der Grünen Wiese realistisch nicht schneller umzusetzen sei. Man verliere mit der Prüfung Zeit und riskiere eine der letzten Sportflächen in der Stadt. Sie hoffe auf den Startschuß für den Neubau der IGS.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
171,8 kB
|
|||
|
2
|
(wie Dokument)
|
56,2 kB
|
