Anfrage - AF/12308/26

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

 

Die beigefügte Anfrage wird seitens der Verwaltung wie folgt beantwortet:

 

 

1. Allgemeiner Umsetzungsstand

• Welche der in der Antwort vom 03.11.2023 genannten Maßnahmen wurden seitdem konkret umgesetzt?

Die in der Antwort vom 03.11.2023 angesprochenen Gewährleistungsfälle wurden abgewickelt. Der Verkehrsrechner hat in der Zwischenzeit ein Update erfahren. Die Restplatzanzeige ist weiterhin für die Parkhäuser Lünepark, Am Rathaus, Bahnhof und Stadtmitte verfügbar. Aus den weiteren Parkhäusern werden auch Daten an den Verkehrsrechner übermittelt (siehe auch Antwort zu 2.)

 

• Gibt es eine überarbeitete Priorisierung innerhalb der Verwaltung hinsichtlich der Weiterentwicklung des Parkleitsystems?

Die aktuell bestehenden Schilder sind inzwischen nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Anzeigetechnik. Eine Erneuerung der Schilder wird geprüft. Ein Austausch zu neueren LED-Tafeln ist mit Kosten von ca. 15.000€ je Standort verbunden. Wegen des finanziellen und personellen Aufwandes ist eine Umsetzung nicht kurzfristig abbildbar. Eine Erweiterung bzw. teschnische Aufwertung des Parkleitsystems wird für die Haushaltsplanung 2027 ff. vorgesehen.

 

 

2. Webanwendung / digitale Lösungen

• Ist inzwischen eine Webanwendung zur Anzeige freier Parkplätze verfügbar? Falls nein,

Die Webanwendung befindet sich noch in der Entwicklung.

 

Falls nein: Wann ist mit deren Einführung zu rechnen?

Damit eine Darstellung der Parkhausdaten (und einzelner weiterer Verkehrsdaten) möglich ist, muss eine Schnittstelle zum Verkehrsrechner hergestellt werden. Daher wird das Projekt in Zusammenarbeit von zwei Dienstleistern, der Yunex GmbH und der VMZ Berlin Betreibergesellschaft, in Abstimmung mit dem Bereich Mobilität entwickelt. Eine interne Testversion der Website soll im ersten Quartal 2026 fertig gestellt werden. Die Website soll im Laufe des Sommers öffentlich zugänglich werden. Dargestellt werden auf einer Kartenoberfläche alle vorhandenen Auslastungsdaten der Parkhäuser und Parkflächen. Dies soll auch die Suche nach geeigneten Parkmöglichkeiten im Vorfeld ermöglichen.

 

• Welche Schnittstellen bestehen inzwischen (z.B. zu Schrankenanlagen oder Anbietern wie EasyPark, Parkopedia etc.)?

Es gibt zu allen Parkhäusern in der Stadt inzwischen Schnittstellen. Die zu Grunde liegende Infrastruktur und die Modems sind aber teils veraltet. Dadurch kommt es leider häufig zu Verbindungsstörungen und Ausfällen in der Datenübertragung. Derzeit erfolgt eine Bestandsaufnahme. Auch zu den meisten Parkplatzflächen in der Stadt werden Daten im Verkehrsrechner erzeugt. Da dort keine Einfahrtsschranken bestehen, sind die Daten grundsätzlich weniger genau und es kann keine exakte Belegung der Parkflächen ermittelt werden.

 

• Wird eine öffentliche Schnittstelle (Open Data) angestrebt, um Dritten die Entwicklung eigener Anwendungen zu ermöglichen?

Aktuell wird keine öffentliche Schnittstelle angestrebt. Die Entwicklung einer frei öffentlich zugänglichen Schnittstelle ist mit erheblichem finanziellem und Planungssaufwand verbunden und muss sicherheitstechnische Aspekte berücksichtigen. Diverse Fragen müssten in diesem Zusammenhang zunächst geklärt werden: Ausgabeformat, Notwendigkeit weiterer IT-Infrastruktur (Data Warehouse), Lizensierung und Nutzungsrechte.

 

 

3. Adventsverkehr & Leitsystem

• Welche Erkenntnisse wurden aus dem hohen Besucheraufkommen an den Adventswochenenden 2025 gewonnen?

Die an den Adventswochenenden angespannte Verkehrssituation ist bekannt. Ein Erfolg war auch dieses Jahr das Adventsshuttle. Am meistgenutzten Tag fuhren 1.000 Fahrgäste mit dem Shuttle. Die meistgenutzten Haltestellen waren der ZOB, Am Sande und Rathaus. Für die Anbindung zum Parkplatz Sülzwiesen besteht also noch Steigerungspotential.

Die Lüneburg Marketing hat bei der Werbung für die Weihnachtsstadt auf die Parkmöglichkeiten in der Stadt hingewiesen; auch der Metronom wurde für die Anreise genutzt. Alternative Verkehrsmittel sollen künftig noch stärker beworben werden. Im Übrigen ist der größte Andrang auf die zentral gelegenen Parkhäuser zu verzeichnen, auf den Parkflächen an den Sülzwiesen gab es hingegen dauerhaft noch Kapazitäten.

 

• Welche Rolle spielte das vorhandene Parkleitsystem bei der Steuerung der Besucher- und Verkehrsströme?

Das bestehende Parkleitsystem ist weiterhin ein wichtiges Element, um Parksuchverkehr zu steuern. Es ist in der heutigen Zeit davon auszugehen, dass viele Verkehrsteilnehmende bereits vor Antritt der Fahrt ein bestimmtes Parkhaus als Ziel auswählen. Durch Navigationssysteme und diverse Karten-Apps wird dieses Phänomen verstärkt. Eine Steuerung dieser privaten Anbieter ist durch die Stadt nicht möglich. Das Parkleitsystem bietet die Möglichkeit die Parkhäuser in Stadtrandlage als Alternative besser sichtbar zu machen. Ein funktionierendes und gut ausgebautes System erscheint daher (auch) für die Zukunft unerlässlich.

 

• Welche kurzfristigen und mittelfristigen Maßnahmen sind geplant, um für das Jahr 2026 eine bessere Lenkung der Verkehre – insbesondere des Parksuchverkehrs – zu erreichen?

Für 2026 wird die Veröffentlichung des Dashboards für Verkehrsdaten geplant. Neben diesem öffentlichen Onlineangebot können aktuell keine weiteren kurzfristigen Maßnahmen am Parkleitsystem für 2026 in Aussicht gestellt werden.

 

4. Integration weiterer Parkhäuser

• Wurden seit 2023 weitere Gespräche mit Betreibern nicht angebundener Parkhäuser (z.B. City-Parkhaus, Karstadt, Parkhaus am Theater) geführt?

Die Stadt ist derzeit situativ im Austausch mit den Betreibern.

 

• Welche Hindernisse bestehen aktuell bei der Integration dieser Anlagen in das Parkleitsystem?

Siehe Antwort zu 2.

 

 

5. Erweiterung des Systems

• Gibt es inzwischen Planungen, das Parkleitsystem auf wichtige Stadteinfahrten und Einfallstraßen auszuweiten?

Konkrete Pläne für eine Aufwertung oder Ausweitung liegen noch nicht vor und müssen Bestandteil der Planungen ab 2027 ff. sein.

 

• Falls weiterhin nicht vorgesehen: Gibt es eine mittelfristige Finanzplanung, die eine solche Maßnahme perspektivisch  berücksichtigt?

Haushaltsmittel für eine Aufwertung des Systems werden für 2027 ff. angemeldet.

 

 

 

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Anlagen

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