Anfrage - AF/12229/25
Grunddaten
- Betreff:
-
Anfrage "Nutzung der Stadtradeln-Daten und Zustand wichtiger Radverbindungen in Lüneburg" (Anfrage der FDP-Fraktion vom 19.11.2025, eingegangen am 19.11.2025)
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Anfrage
- Beschlussorgan:
- Fachausschuss (kein Beschluss)
- Bearbeitung:
- Bastian Hagmaier
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Mobilität
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Kenntnisnahme
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03.12.2025
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Sachverhalt
Die Verwaltung beantwortet die Anfrage der FDP-Fraktion vom 19.11.2025 wie folgt:
1. Nutzung der Stadtradeln-Daten
Der Wettbewerb Stadtradeln trägt einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Radverkehrs in der Hansestadt Lüneburg. Die Aktion dient vorwiegend der Förderung der Sichtbarkeit des Radverkehrs. Aufgrund des gemeinschaftlichen und kompetitiven Charakters des Stadtradelns motiviert der Wettbewerb Nutzer:innen dazu Alltagswege mit dem Rad zurückzulegen. Diese Gamifizierung des Angebots fördert eine positive Grundhaltung gegenüber dem Verkehrsmittel Rad. Die jährlich steigenden Teilnehmendenzahlen zeigen, dass das Stadtradeln ein fest verankerter Wettbewerb in der Lüneburger Stadtgesellschaft ist. Im Jahr 2025 haben in Hansestadt und Landkreis Lüneburg über 3.500 Personen am Stadtradeln teilgenommen.
In den letzten beiden Jahren hat sich die Verwaltung dazu entschieden die Daten nicht zu erwerben, da aus dem Kauf der Daten aus den Vorjahren keinen Mehrwert für die Radwegeplanung ergeben hat. Die vorliegende Radverkehrsstrategie konnte lediglich bekräftigt werden. Die Daten aus dem Stadtradeln bieten grundsätzlich keine statistisch valide Grundlage für eine fundierte und differenzierte Radwegeplanung. Die Daten spiegeln lediglich die Wege der Teilnehmende und nicht der Gesamtbevölkerung wieder. Insbesondere die detaillierte Datenanalyse der Stadtradeldaten wäre mit einem erheblichen Arbeitsaufkommen verbunden. Dieser Aufwand ist mit dem aktuellen Personalkörper nicht darstellbar. Auch daher wurde zuletzt entschieden keine Mittel für den Erwerb von Daten zu nutzen, die nicht ausreichend ausgewertet werden können.
Im Kontext einzelner Planungsprojekte werden durch die Verwaltung auf unterschiedliche Weise Radverkehrszahlen ermittelt, teilweise auch in Kooperation mit dem Landkreis. Diese bieten eine Datengrundlage für planerische Entscheidungen.
3. Abschnitt DLRG / Willy-Brandt-Kreuzung
Die Verwaltung bewertet den baulichen Zustand des Radwegs als gut. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass das Radverkehrsaufkommen in den Morgenstunden höher ist (Schüler- und Pendlerverkehre). Kurz- oder mittelfristig sind keine baulichen Maßnahmen geplant.
5. Strategische Planung
Die Radverkehrsplanung basiert auf der strategischen Planung der Radverkehrsstrategie 2025. Hochfrequentierte Punkte im Stadtgebiet und relevante Routen für den Pendlerverkehr werden in der Wegebeziehung miteinander verbunden. Auch wird mit einer Angebotsplanung Infrastruktur geschaffen, um den Radverkehr zielgerichtet zu lenken. Die Verwaltung erhebt mithilfe von Radverkehrszählgeräten sukzessive kritische Verkehrsknotenpunkte, um relevante Bereiche für die Radverkehrsplanung zu identifizieren.
Die die AGL betreffenden Fragen zu 2. Verbindung Häcklinger Kreisel – Rote Schleuse – LKH sowie 4. Pflege-, Reinigungs- und Winterdienstkonzepte für Radverkehrswege hat die Geschäftsführung zwischenzeitlich beantwortet. Diese befinden sich in dem der Vorlage beigefügten Dokument.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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244,8 kB
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2
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(wie Dokument)
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109,9 kB
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