04.06.2025 - 7 Korrektur der Energie und Treibhausgasbilanzier...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Datum:
- Mi., 04.06.2025
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Bearbeitung:
- Pia Wiebe
Frau Wiebe, Leitung Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit, berichtet, dass das Planungsbüro Beks die in der letzten Sitzung bereist angesprochenen Fehler bei der Datenlieferung nochmals überprüft habe.
Aufgrund von unwahrscheinlichen Unterschieden in den Endenergieverbräuchen im Industriesektor waren fehlende Daten aus dem Gashochdrucknetz vermutet worden. Beim Austausch mit dem Planungsbüro und der Avacon sei ermittelt worden, dass letztere irrtümlicherweise falsche Datensätze geliefert habe.
Die hohen Energieverbräuche haben sich nach korrekter Datenlieferung relativiert; wie zu erwarten war, ist in 2020 aufgrund des Corona-Lockdowns eine kleine Delle in der Verbrauchsentwicklung aufgetreten.
Der höhere Wert in 2021 liegt vor allem an den privaten Haushalten, da es ein kalter Winter war.
Im 6-Jahreszeitraum gab es daher eine Reduktion der Endenergieverbräuche von 7 %.
Die THG-Emissionen sind seit 2017-2022 um 5,5 % gesunken. Dies ist eine ähnliche Entwicklung wie bei den Verbräuchen.
Ratsherr Grimm erfragt, ob die Sektorenzahlen besonders beim Verkehrssektor rein rechnerisch zu betrachten sind und es keinen direkten Bezug zu Lüneburg gibt, sondern von der Bundesebene runtergerechnet werde.
Frau Wiebe bejaht dies und erklärt, dass die Daten von einem Modell auf die lokalen Verhältnisse heruntergebrochen werden. Dies sollte jedoch nicht überbewertet werden, da THG-Bilanzen stark von bundesweiten Trends und Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Lokale Klimaschutzmaßnahmen sind nur schlecht zu erfassen mit der Treibhausgasbilanz.
Ratsherr Grimm fragt weiter, ob es möglich wäre, einen lokalen Messwert zu erhalten.
Frau Wiebe erklärt, dass es verschiedene Ansätze gäbe, lokale Besonderheiten zu berücksichtigen, dass jedoch der Nutzen mit dem Aufwand abgewogen werden müsse.
Die vorliegende Bilanzierung wird nach dem sog. Bisko-Standard ermittelt. Dieser basiert auf dem bundesweiten Strom-Mix. Es bestünde z.B. auch die Möglichkeit, mit dem lokalen Strommix zu bilanzieren.
Frau Wiebe ergänzt, dass die Bilanzierung einen groben Überblick darstellt.
Es kann auch mit großem Aufwand ein eigenes Berichtswesen erstellt werden, wenn man überzeugt ist, vom bundesweiten Trend deutlich abzuweichen, z.B. bei den Zulassungszahlen von E-Autos.
