30.04.2026 - 13.1 Antrag "Mehr Sicherheit und bessere Betreuung i...

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Beschluss:

 

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Ehrenamt empfiehlt dem Verwaltungsausschuss/Rat der Hansestadt Lüneburg einstimmig/mehrheitlich, folgenden Beschluss zu fassen:

 

1. Regelmäßige psychiatrische Hilfe direkt in der Unterkunft

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg dafür zu sorgen, dass regelmäßig fachkundige Hilfe für psychische Krisen in der Unterkunft Rettmer angeboten wird (z. B. durch den Sozialpsychiatrischen Dienst oder eine Fachärztin/einen Facharzt für Psychiatrie, ein- bis zweimal pro Woche). Ziel ist, Probleme früh zu erkennen und zu behandeln, bevor es zu gefährlichen Situationen kommt. Gleichzeitig sollen die Mitarbeitenden vor Ort entlastet werden. Nach sechs Monaten soll berichtet werden, wie das Angebot angenommen wurde und ob sich die Lage in der Unterkunft verbessert hat.

 

2. Klare Regeln für den Umgang mit Krisen und Gewalt

Die Verwaltung wird beauftragt, feste Abläufe festzulegen, wie bei schweren Konflikten oder auffälligem Verhalten vorzugehen ist. Dazu gehören regelmäßige Besprechungen zu besonders schwierigen Fällen, klare Zuständigkeiten sowie einfache und verständliche Notfallwege.

 

3. Trennung von Familien mit Kindern und alleinstehenden Erwachsenen

Familien mit Kindern sollen räumlich klar von alleinstehenden Erwachsenen untergebracht werden. Die derzeitige Situation mit gemeinsamem Eingang und nur einem Zaun dazwischen ist für Kinder nicht geeignet und erhöht das Konflikt- und Sicherheitsrisiko. Die Verwaltung soll darlegen, wie eine bessere Trennung umgesetzt werden kann und welche Schritte dafür nötig sind.

 

4. Keine gemeinsamen Zimmer für psychisch stark belastete Personen

Menschen mit schweren psychischen Problemen sollen möglichst nicht in Zweibettzimmern untergebracht werden. Gemeinsame Zimmer erhöhen das Risiko von Streit und Gewalt. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie mehr Einzelzimmer ermöglicht werden können und welche Übergangslösungen bis dahin möglich sind.

 

5. Bessere Schulung und Unterstützung für das Personal

Mitarbeitende in der Unterkunft (Sozialarbeit und Sicherheitsdienst) sollen gezielt geschult werden, z. B. im Umgang mit psychischen Krisen, Suchtproblemen und aggressivem Verhalten. Ziel ist, Konflikte früh zu erkennen und zu entschärfen, bevor sie eskalieren.

 

6. Sinnvoller Einsatz von Geld: Prävention statt nur Sicherheit

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie wirksam der derzeitige Sicherheitsdienst ist und ob ein Teil der Mittel sinnvoller in vorbeugende soziale und psychologische Betreuung investiert werden kann. Ziel ist mehr Sicherheit durch bessere Betreuung – nicht nur durch Präsenz von Sicherheitspersonal.

 

7. Mehr dezentrale Unterbringung statt großer Sammelunterkünfte

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept vorzulegen, wie künftig mehr Menschen in kleineren Einheiten oder Wohnungen untergebracht werden können. Große Gemeinschaftsunterkünfte sollen langfristig entlastet werden, da sie Konflikte begünstigen – besonders für psychisch erkrankte Menschen und für Familien mit Kindern.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

Zustimmung: 

Ablehnung: 

Enthaltung: 

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Anlagen zur Vorlage