20.04.2026 - 7 98. Änderung des Flächennutzungsplans der Hanse...

Beschluss:
ungeändert empfohlen
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Beschluss:

 

Der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung empfiehlt dem Verwaltungsausschuss einstimmig, folgenden Beschluss zu fassen:

 

  1. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wird durch Bekanntmachung im Internet und Aushang im Bereich Stadtplanung durchgeführt. Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 BauGB wird parallel durchgeführt.
  2. Ziel der 98. Änderung des Flächennutzungsplans ist die planungsrechtliche Sicherung von Wohnbauflächen sowie Flächen für nicht störendes Gewerbe.
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Abstimmungsergebnis:

 

Zustimmung: 9

Ablehnung: 0

Enthaltung: 0

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Beratungsinhalt:

 

Die TOPs 7 und 8 werden zusammen beraten.

 

Stadtbaurätin Gundermann leitet in das Thema ein und erinnert an die Begehung mit der interfraktionellen Arbeitsgruppe vor 2 Jahren.

 

Herr Dr. Quensell, OTTO DÖRNER GmbH & Co. KG, stellt die Firma vor.

 

Herr Röhr-Kramer, WRS ARCHITEKTEN & STADTPLANER GMBH, und Frau Johannes, EGL Entwicklung und Gestaltung von Landschaft GmbH, stellen zusammen die beigefügte Präsentation vor. Das ehemalige Kalksandsteinwerk sei komplett abgerissen. Umgeben von Wald- und Landwirtschaftsflächen solle hier eine grüne Lichtung entstehen. Geplant seien etwa 155 Wohneinheiten, davon 64 gefördert, sowie eine Fläche für nicht störendes Gewerbe von rund 7.600 m² in kleinteiligen Einheiten.

 

Das Areal sei von zahlreichen hinsichtlich des Artenschutzes hochwertigen Flächen umgeben und durch den ehemaligen Sandabbau geprägt. Im Osten befinde sich eine geschützte Waldfläche. Zauneidechsen seien in dem Gebiet nicht nachgewiesen worden. Die Waldfläche im Westen diene derzeit vor allem der kurzfristigen Erholung mit mittlerer Bedeutung.

 

Die Anbindung mit dem ÖPNV sei noch offen. Eine neue Bushaltestelle könne in Betracht gezogen werden. Ziel sei die Entwicklung einer grünen Lichtung mit umgebender Bebauung und Spielflächen. Die Waldbereiche im Osten sollen durch dichte Strukturen geschützt werden, während zugleich die Attraktivität der Erholung im Westen gesteigert werde.

 

Die Erschließung solle über eine Schleife mit Spiel- und Aufenthaltszone in der Mitte erfolgen. Das Gewerbe orientiere sich am Vorbild der Stadtkoppel. Die Stellplätze sollen gebündelt angeordnet werden. Zudem seien Carsharing-Angebote und E-Ladestationen geplant. Im Westen schließe der B-Plan an einen bestehenden B-Plan an.

 

Ratsfrau Kabasci unterstützt das Vorhaben und regt an, den Landkreis bezüglich einer neuen Bushaltestelle zu kontaktieren. Sie hinterfragt die geplanten Doppelhäuser und wünscht sich durchgehend einen Stellplatzschlüssel von 1 sowie überdachte Fahrradabstellanlagen. Sie betont, dass möglichst viele Wohneinheiten entstehen sollten.

 

Herr Röhr-Kramer erklärt, dass die gezeigten Gebäudetypen beispielhaft seien und sich in der weiteren Entwicklung an den Bedarf angepasst werde.

 

Stadtbaurätin Gundermann ergänzt, dass es in Wienebüttel schwierig sei, jeweils zwei Bauherren für Doppelhaushälften zu finden, die zusammen bauen wollen. Hier in Häcklingen setze der Vorhabenträger das Vorhaben allerdings selbst um.

 

Ratsherr Feldhaus spricht sich für Mehrgeschossigkeit aus.

 

Ratsherr Kohlstedt entgegnet, dass nicht höher gebaut werden sollte, weil in Häcklingen überwiegend zweigeschossig bebaut sei.

 

Herr Röhr-Kramer erklärt, dass der Wald höher als der geplante Bau sei und damit das Quartier von außerhalb nicht wahrgenommen werde.

 

Herr Lied, Leitung des Fachbereichs Stadtentwicklung, ergänzt, dass dort maximal vier Geschosse ohne Staffelgeschoss geplant seien und mehr nicht möglich seien soll. Die unterschiedliche Geschossigkeit habe positive Effekte auf die Erscheinung. Die Nutzungsmischung sorge dafür, dass Synergien genutzt und ein reiner Schlaf-/Wohnbereich verhindert werde. In dem Gebiet am Stadtrand wäre mit mehr Pkws pro Haushalt zu rechnen als in einem Innenstadtgebiet.

 

Ratsfrau Henze schlägt vor, generationsübergreifendes Wohnen zu realisieren.

 

Ratsfrau Lotze fragt nach dem Abstand zwischen der Bebauung und dem Wald und betont, dass mindestens 30 % geförderter Wohnraum errichtet werden müsse.

 

Herr Röhr-Kramer erklärt, dass die Abstände zum Wald nicht überall eingehalten werden, aber ein Ausglich und Ersatz vorgenommen werde. Die Schattenbildung sei unproblematisch. Die Forderung zum mietpreisgebundenen Wohnraum sei bekannt.

 

Auf Nachfragen von Ratsherrn Grimm führt Herr Röhr-Kramer aus, dass nach aktuellen Schätzungen zwischen 350 und 450 Einwohnende hinziehen werden. Obwohl zentrale Fahrradabstellanlagen vorgesehen seien, würden eventuell Doppelhausbesitzende eigene Schuppen auf dem eigenen Grundstück errichten. Das Einrichten einer möglichen Notzufahrt bei Sperrung der Hauptzufahrt müsse noch geprüft werden.

 

Herr Lied ergänzt, dass die Distanz von 8 km zum Bahnhof mit dem Fahrrad realistisch sei und Stellplätze für Fahrräder auch direkt vor der Haustür möglich seien.

 

Ratsfrau Dartenne äußert sich erfreut über die Schaffung von Wohnraum. Sie betont, dass die Planung hier sehr modern gestaltet werden solle und eine gemischte Nutzung anzustreben sei.

 

Herr Dörner erklärt, dass eventuell mehr Parkfläche unterirdisch möglich sei. Die Anregungen werden mitgenommen und geprüft. Es werde das Ziel verfolgt, die Natur möglichst zu belassen. Es entstehe ein wunderbares Vorhaben in einer besonderen Situation.

 

Ratsfrau John erkundigt sich, ob das Vorhaltegelände für Gewerbe bei geringer Nachfrage umgewandelt werden könne.

 

Herr Lied erklärt, dass ein Gewerbeanteil realisiert werden solle. Es gebe jedoch Flächen, die flexibel betrachtet werden.

 

Herr Mädge regt an, in dem zugehörigen städtebaulichen Vertrag eine Frist für den Baubeginn zu regeln. Er fragt, ob die Wohnungen selbst erstellt werden. Zudem erkundigte er sich nach den vorgesehenen Wohnungstypen und ob mit dem Geschosswohnungsbau unabhängig von den Häusern begonnen werde.

 

Herr Dr. Quensell erklärt, dass der genaue Verkaufs- und Bauablauf noch nicht final feststehe, ein zügiger Bau jedoch vorgesehen sei. Der Bedarf sei bekannt.

 

Herr Dörner, OTTO DÖRNER GmbH & Co. KG, betont die Besonderheit und Qualität des Vorhabens.

 

Ratsfrau Kabasci vermutet, dass durch die Nähe zur Leuphana ein großes Interesse an 1-Zimmer-Wohnungen bestehen könnte. Wenn die Geschossanzahl reduziert werden würde, dann solle weder der Prozentanteil noch die Anzahl an mietpreisgebundenen Wohnungen reduziert werden.

 

Vorsitzender, Ratsherr Gros, fragt nach den Haustierregelungen in Bezug auf die zu schützende Waldfläche und warum abweichend von den Vereinbarungen bei der Begehung mit dem Bauausschuß im August 2023 die geplante Bebauung nunmehr über die bestehende Betriebsfläche hinausreicht.

 

Stadtbaurätin Gundermann erklärt, dass bei der Begehung festgehalten worden sei, dass zunächst der versiegelte Bereich beplant und Natur sowie Landwirtschaft untersucht werde. Abhängig von den Ergebnissen der Untersuchung solle die Fläche für die Bebauung freigegeben werden. Auf Grundlage der Voruntersuchung von Frau Johannes sei nun der Geltungsbereich angepasst worden.

 

Frau Johannes ergänzt, dass eine Verdichtung des Sanddorns im Osten Tiere abhalten werde.

 

Herr Röhr-Kramer ergänzt, dass vor dem wertvollsten Waldbereich zum Schutz eingezäunte Gewerbefläche liege.

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