22.01.2026 - 10 Bericht zur Durchführung eines Forschungsprojek...

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Herr Professor Werse und Frau Amants erläutern anhand der Präsentation die Durchführung des Forschungsprojektes zur Untersuchung der örtlichen offenen Drogenszene in Lüneburg.

Frau Esders fragt nach, wie man auf eine doch recht hohe Anzahl von 70-80 Personen kommt, die man zu dieser Studie befragen möchte und zweifelt die Offenheit der Zielgruppe für eine solche Befragung an. Frau Martens erläutert, dass ein Interwiev circa 20-30 Minuten dauert. Dafür erhalten die Befragten eine Aufwandsentschädigung von

10 Euro. Dies sei ein wesentlicher Grund dafür, dass viele Befragte der Teilnahme durchaus offen gegenüberstehen. Häufig werde eine Befragung zudem positiv aufgenommen, wenn nach Unterstützungsbedarfen gefragt wird. Herr Professor Werse ergänzt, dass es sich bei der genannten Zahl lediglich um eine grobe Schätzung handelt.

 

Frau Scholz berichtet, dass der Kontakt zu Frau Schädel von der Psychiatrische Klinik Lüneburg Abteilung Suchtmedizin ergeben habe, dass in Lüneburg von einer Größenordnung von etwa 70 auffällig konsumierenden Personen auszugehen ist.

Frau Fischer interessiert, ob die Auswertung nach Geschlechtern differenziert erfolgt und ob die Studie auch Aspekte der Beschaffenheitskriminalität untersucht.

Herr Professor Werse erläutert, dass in früheren Befragungen stets Quotierungvorgenommen wurde, wobei der Anteil weiblicher Befragter erfahrungsgemäß geringer ausfällt.

Die Beschaffungskriminalität werde in verschiedene Kategorien mit abgefragt, ohne jedoch konkret nach der Art zu fragen.

 

Frau Kabasci erkundigt sich, ob Erfahrungen zeigen, dass es in offenen Drogenszenen weniger Drogentote gibt als in der verdeckten Szene. Herr Professor Werse bestätigt, dass die Zahl der Drogentoten in offenen Szenen tendenziell rückläufig ist. Zudem berichtet er, dass die Nutzung von Konsumräumen in Großstädten abnimmt, da zunehmend Crack geraucht wird und Konsumierende hierfür in der Regel keine Konsumräume aufsuchen.

 

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