08.12.2025 - 5 Wohnraum im Bestand mobilisieren: Ergebnispräse...

Beschluss:
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Die Informationen der Verwaltung werden zur Kenntnis genommen.

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Beratungsinhalt:

 

Herr Arthur Haus, Grüne Liga e. V., stellt die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt anhand der beigefügten Präsentation vor. Die Zukunftswerkstatt habe sich mit der Frage beschäftigt, wie ungenutzter Wohnraum reaktiviert werden kann. Beteiligt gewesen seien unter anderem die Universität, der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt, der Verband Wohneigentum sowie politische Parteien. Die Wohnfläche pro Kopf nehme mit zunehmender Entfernung vom Stadtkern zu. Etwa ein Viertel des Wohnraums sei theoretisch unbewohnt. Es gebe Bereitschaft zur Veränderung. Für Hauseigentümer sei meist ein Umbau Voraussetzung für eine Vermietung. Empfohlen werde daher, eine unverbindliche Erst- und Folgeberatung mit Architekten durch die Stadt zu fördern und die Vermittlung solle über das Wohnraum Büro laufen. Öffentlichkeitsarbeit sei notwendig um über mögliche Unsicherheiten und Konfliktängste aufzuklären.

 

Ratsherr Neubert fragt nach weiteren Möglichkeiten, z.B. dem gemeinschaftlichen Wohnen.

 

Frau Herrmann, Wohnraumbüro, verweist auf bereits bestehende selbstorganisierte Projekte.

 

Herr Haus ergänzt, dass insbesondere Menschen vor dem Renteneintritt eher niedrigschwellige Angebote bevorzugten.

 

Ratsherr Grimm erinnert an die Kritik an den Zensusdaten und fragt nach der Belastbarkeit der Zahlen.

 

Herr Haus erklärt, dass die Darstellung auf Zensusdaten beruhe. Auch bei möglichen Messfehlern sei die Tendenz eindeutig.

 

Ratsfrau Esders betont, dass es um Beratung ohne Zwang gehe. Sie fragt nach leerstehendem Wohnraum in der Innenstadt, der durch gewerbliche Anmietungen blockiert sei und nach Umbaumöglichkeiten.

 

Herr Haus erklärt, dass es sich um Durchschnittsdaten handele. Gewerbliche Leerstände würden statistisch untergehen. Umbauten in der Innenstadt seien grundsätzlich zu empfehlen.

 

Frau Herrmann weist darauf hin, dass die Innenstadt bereits über Förderprogramme adressiert werde und 2026 eine Informationsveranstaltung geplant sei.

 

Ratsherr Feldhaus begrüßt den Ansatz. Der vorhandene Wohnraum müsse besser genutzt werden. Er fragt, ob der „Bau-Turbo“ bei Umbauten berücksichtigt werden könnte.

 

Herr Haus antwortet, dass dies von der konkreten Ausgestaltung abhänge.

 

Ratsherr Kohlstedt regt an, konkrete Vorschläge mit Kostenschätzungen vorzulegen.

 

Herr Haus verweist auf Typenvorschläge in der schriftlichen Version.

 

Herr Mädge weist auf Probleme in der Innenstadt hin, insbesondere der zweite Rettungsweg würde die Kosten hochtreiben. Dazu werde die Kreditwürdigkeit im hohen Alter geringer.

 

Ratsherr Heerbeck äußert, dass viele Eigentümer nicht vermieten wollten. 1.000 € Beratungskosten pro Einfamilienhaus seien haushälterisch aktuell nicht sinnvoll. Ein Verein könne hier geeigneter sein.

 

Herr Haus entgegnet, dass sich nur wenige Personen melden würden, aber jede zusätzliche Wohnung einen positiven Effekt habe.

 

Ratsherr Feldhaus ergänzt, dass die Kostenfür die Beratung im Verhältnis zu den gesamten Neubaukosten gering seien.

 

Ratsherr Grimm fragt nach Erfahrungen aus anderen Kommunen und zweifelt an der Effektivität. Die Summe sei zu niedrig, um jemand zu einem teuren Umbau zu bewegen.

 

Herr Haus stellt klar, dass es ausschließlich um Erstberatung gehe. Zielgruppe seien Personen um die 60 Jahre. Bisher gebe es positive Erfahrungen aus Osnabrück und Göttingen.

 

Herr Meyer stimmt dem Vorschlag zu, aber sieht die Finanzierung als Problem. Eine Vernetzungsplattform könne wichtiger sein. Er fragt nach möglichen Fördermitteln.

 

Frau Herrmann erklärt, dass die Erfahrung aus anderen Städten zeigt, dass reine Onlineplattformen kaum bis gar nicht funktionierten, da dort das Vertrauen fehle. Notwenidg seien daher persönliche Treffen.

 

Ratsfrau John signalisiert Zustimmung und schlägt vor, den Ansatz auszuprobieren.

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Anlagen

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