14.08.2025 - 8 Wohnraumbüro - Vorstellung und Bericht
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Datum:
- Do., 14.08.2025
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Bearbeitung:
- Muriel Herrmann
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Beratungsinhalt:
Frau Herrmann, Mitarbeitende der Stabsstelle 01-7, stellt anhand der PowerPoint Präsentation ihren Aufgabenbereich vor.
Ratsfrau Schröder-Ehlers erkundigt sich nach der bisherigen Nutzung der Wohnsprechstunde. Sie interessiert sich für die absoluten Zahlen der Personen, die das Angebot bislang wahrgenommen haben und wie sich die Anliegen auf die Themenbereiche verteilen. Dabei weist sie darauf hin, dass die Sprechstunde vermutlich nicht ganztägig stattfindet und möglicherweise noch nicht vielen Lüneburger:innen bekannt ist.
Frau Herrmann kann derzeit keine genauen Angaben zur Nutzung der Sprechstunde machen, da sie ihre Daten noch nicht ausgewertet hat. Insgesamt liegt die Zahl der Anfragen laut ihrer Schätzung bei etwa sechs pro Woche. Aktuell bietet sie wöchentlich zwei Sprechzeiten mit insgesamt drei Stunden an. Sofern vorhanden, vermittelt sie Ratsuchende an bestehende Netzwerke und Angebote weiter. Insgesamt sieht sie eine zunehmende Nachfrage bei Schnittstellenthemen, jedoch keine große Zahl an Besucher:innen.
Ratsfrau Henze wünscht sich den Fokus stärker auf alternative Konzepte sowie auf die Analyse, welche Modelle in anderen Städten funktionieren, zu richten. Sie äußert Zweifel daran, dass Lüneburg mit dem Konzept „Wohnen für Hilfe“ große Fortschritte machen kann, da die Umsetzung sehr ressourcenintensiv sei.
Ratsfrau Kabasci lobt die Präsentation als sichtbares Ergebnis intensiver Arbeit in den letzten drei Monaten. Sie unterstützt die Forderung nach mehr Öffentlichkeitsarbeit und spricht sich für ein zentrales Büro mit besserer Verzahnung zwischen Bau- und Sozialdezernat aus.
Herr Heyen, beratendes Mitglied auf Vorschlag des Seniorenbeirats, äußert Bedenken zur Umsetzbarkeit der vielen angesprochenen Punkte durch eine einzelne Person. Er erkundigt sich nach Zuständigkeiten, Potenzialanalysen, Fördermitteln, der Zusammenarbeit mit privaten Vermietern sowie der Vorbereitung von Gesprächen mit Bauträgern und fragt, wie Frau Herrmann all diese Aufgaben in der verfügbaren Zeit bewältigen solle.
Ratsherr Soldan betont, dass Einzelfallhilfe den Wohnraummangel nicht löst. Er verweist auf das GeWOS-Gutachten, das einen strukturellen Bedarf von über 1.000 Wohnungen bis 2030 sieht. Die Stadt Lüneburg habe nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten, und kleinere Maßnahmen wie Zweckentfremdungssatzung oder Nachnutzung leerstehender Immobilien seien nur Teilaspekte. Er empfiehlt, Erfahrungen aus vergleichbaren Kommunen zu nutzen.
Ratsfrau Schröder-Ehlers kritisiert die personelle und finanzielle Unterbesetzung des Wohnraumbüros. Sie betont den dringenden Bedarf an Sozialwohnungen und fordert klare politische Konsequenzen bei der Umsetzung bestehender Konzepte und verweist auf neue gesetzliche Möglichkeiten, Sozialbindungen verbindlich festzuschreiben. Frau Herrmanns Arbeit sei sinnvoll, benötige aber mehr Mittel und Unterstützung, um erfolgreich zu sein.
Frau Herrmann bestätigt die Herausforderungen des Modells „Wohnen für Hilfe“, welches in Deutschland oft mit wenig Ressourcen und wenig professionellem Management umgesetzt worden sei. Sie erwähnt den erfolgreichen internationalen Ansatz „Generationen-WG“ oder „HomeShare“, der sich über ein Gebührenmodell langfristig selbst tragen könne. Sie plane, einen Austausch zu möglichen Trägerstrukturen in Lüneburg zu organisieren. In Ihrer Rolle könne sie als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Dezernaten tätig sein.
Anlagen zur Vorlage
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