09.09.2025 - 8 Gemeinschaftsunterkunft Rettmer - Sachstandsber...

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Stadträtin Scholz stellt sich dem Ortsrat und den anwesenden Bürger:innen der Ortschaft Oedeme vor. Sie geht darauf ein, dass die in Rettmer untergebrachten Menschen multi-kausale Probleme mit sich bringen würden. Frau Brand sei in der Unterkunft tätig und habe sich bereit erklärt, über die aktuelle Situation zu berichten. Die Situation sei nicht immer einfach, da die Menschen ‚verhaltensoriginell‘ seien.

 

Frau Brand, Sozialarbeiterin in der Unterkunft in Rettmer, stellt sich vor und beschreibt die Tätigkeit vor Ort. In der Unterkunft arbeite ein Team von drei Sozialarbeitenden. In den vier eingeschossigen Containern seien obdachlose Menschen untergebracht. Aktuell seien 66 von etwa 120 Plätzen belegt. Durch die Gestaltung des Außenbereichs, gemeinsam mit den Bewohner:innen, seien Begegnungsorte geschaffen worden. Dort seien ambulante Hilfsangebote möglich. Es sei geplant, diesen Fortschritt für Herbst und Winter auch in die Räume zu verlagern. Man habe bereits begonnen, Aufenthaltsräume zu schaffen. Die Anzahl der Polizeieinsätze sei rückläufig. Das Team sei in engem Austausch mit dem Kontaktbeamten Herrn Runne, der alle zwei Tage die Unterkunft aufsuchen würde. Ein Wachdienst würde das Team rund um die Uhr unterstützen.

 

Ortsbürgermeisterin John erinnert an Vorfälle, die zum Teil geschäftsschädigend seien. Sie bietet an, dass man sich an Sie wenden könne, wenn es Probleme gebe.

 

Ratsfrau Bendorf geht auf die bisherige Zusammenarbeit mit ihr als Ortsvorsteherin der Ortschaft Rettmer ein und äußert ihren Wunsch auch weiterhin direkt in Kontakt zu kommen.

 

Stadträtin Scholz sagt eine bessere Kommunikation mit Frau Bendorf zu.

 

Ratsherr Dißelmeyer fragt nach, wie die Erfolgsquote sei, die Bewohnenden in den Wohnungsmarkt zu bringen.

 

Frau Brand erklärt, dass sich mit Beginn des Ukrainekrieges die Situation bei der Wohnungssuche erschwert habe. Ambulante und andere Hilfen würden genutzt, um die Menschen zu motivieren, weitergehende Hilfsangebote anzunehmen. Die Erfolgsquote sei in diesem Bereich recht gut. Ziel sei es, die sozialen Ressourcen zu stärken und die Menschen in Wohnungen zu vermitteln.

 

Ortsbürgermeisterin John äußert ihre Hoffnung, dass der Neubau der Diakonie zur Entzerrung beitragen könne.

 

Stadträtin Scholz erinnert daran, dass es aktuell neun dezentrale Standorte insbesondere für die Unterbringung geflüchteter Menschen gebe. Dies müsse in der Zusammenschau immer mitbedacht werden. Die Suche nach Wohnraum und Standorten sei nicht einfach und die Betreuung herausfordernd.

 

Die Fragen der Bürger:innen werden beantwortet.