08.06.2005 - 5 Städtisches Klinikum Lüneburg- Jahresabschluss ...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Beschluss:

 

Der Ausschuss für Wirtschaft und städtische Beteiligungen empfiehlt einstimmig:

 

1.  Der Rat der Stadt Lüneburg nimmt den Lagebericht des Städtischen Klinikums für das Wirtschaftsjahr 2004 zur Kenntnis.

 

2.  Der Jahresabschluss 2004 des Städtischen Klinikums zum 31.12.2004 wird mit einem Jahresfehlbetrag von 1.181.409,91 € festgestellt. Das Klinikum hat einen Betrag in Höhe von 355.000 € (Vorjahr: 305.000 €) zur Finanzierung der Kreditzinsen gezahlt, der im Jahresfehlbetrag enthalten ist.

 

3.  Der Jahresfehlbetrag wird durch den Träger ausgeglichen.

 

 

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Beratungsinhalt:

 

Der Vorsitzende, Beigeordneter Althusmann, stellt kurz die Daten des Klinikums per 31.12.2004 vor. Bei einer Bilanzsumme von ca. 98 Mio. € und einer Gesamtleistung von ca. 68,4 Mio. € beträgt der Jahresfehlbetrag 1.181.409,81 €, welcher von der Stadt letztmals ausgeglichen wird.

 

Ratsherr Srugis stellt positiv heraus, dass das Defizit mit 1,18 Mio. € geringer ausgefallen ist als ursprünglich mit rund 1,7 Mio. € geplant. Das Ziel sollte künftig ein ausgeglichenes Ergebnis sein.

 

Auf Anfrage erläutert Herr Clavien die Entwicklung der Personalkosten. Diese sind, obwohl die Anzahl der beschäftigten Vollkräfte um 23 auf 871 gesenkt werden konnte, gestiegen. Ursache hierfür sind eine Tariferhöhung sowie die erhöhten VBL-Sanierungsbeiträge.

 

Auf Nachfragen von Ratsherrn Reinecke gibt Herr Böhning, Klinikum, Auskunft über das Zustandekommen des Jahresergebnisses. Mehreinnahmen konnten erzielt werden im Bereich der Erlöse aus Hilfsbetrieben, insbesondere aus den Dienstleistungen der Apotheke an Dritte. Die Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen konnte das Ergebnis ebenfalls verbessern. Dem gegenüber stehen Mehraufwendungen in verschiedenen Bereichen. Das Planergebnis 2005 soll jedoch eingehalten werden durch Einsparmaßnahmen, z.B. durch die weitere Verringerung des Personalbestandes.

 

Der Vorsitzende, Beigeordneter Althusmann, merkt an, dass die Situation des Klinikums trotzdem angespannt ist, das Ziel muss ein ausgeglichenes Ergebnis sein. Dies wird die Aufgabe des neuen Geschäftsführers sein. Der Aufsichtsrat wird die Situation künftig genau beobachten müssen. Das Klinikum hat eine Planbelegung von 550 Betten. Der Trend geht von der stationären auf die ambulante Behandlung. Dadurch wird es schwieriger, Erlöse zu generieren. Eine große Abweichung im Wirtschaftsplan ist im OP-Bereich zu verzeichnen. Künftig ist es eine wesentliche Aufgabe, neue, zusätzliche Geschäftsfelder, z.B. auf dem Gebiet der Neurochirurgie, zu erschließen. Insgesamt ist allen Mitarbeitern des Klinikums ein Dank auszusprechen.

 

Herr Stadtkämmerer Sauer bezeichnet den Hinweis auf die Gesamtsituation als zutreffend. Der Aufbau der Neurochirurgie wird angestrebt. Hochwertige medizinische Leistungen erfahren eine große Bedeutung. Die Erweiterung der Kardiologie sowie der Ambulanz in Kooperation mit Partnern steht ebenfalls an. Mit der Umsetzung dieser Strategie wird das Klinikum auf die Zukunft ausgerichtet.

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Anlagen zur Vorlage