21.11.2025 - 6 Bericht des Landkreises Lüneburg zur Zivilen Al...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Datum:
- Fr., 21.11.2025
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Bearbeitung:
- Bjarne Froh
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Beratungsinhalt:
Frau Völker vom Landkreis Lüneburg berichtet über die Struktur und Aufgaben der zivilen Alarmplanung im Landkreis Lüneburg und den kreisangehörigen Kommunen.
Ratsmitglied Neubert fragt, ob in letzter Zeit Übungen des Katastrophenschutzes durchgeführt wurden. Frau Völker bestätigt dies. Anschließend erkundigt sich Ratsmitglied Neubert, ob das Szenario „flächendeckender Stromausfall“ realistisch sei. Frau Völker erwidert, dass hierzu noch keine genauen Daten erhoben seien, Stromausfälle jedoch ein wichtiges Thema in den Planungen darstellen.
Ratsmitglied Grimm erkundigt sich nach dem ehemaligen Behelfskrankenhaus. Er habe in einem anderen Gremium gehört, dass die Kündigung bereits vollzogen sei. Frau Völker entgegnet, dass die Kündigungsklausel bekannt sei, der genaue Stand jedoch nachgereicht werde.
Ratsmitglied John fragt nach den Folgen eines Stromausfalls. Frau Völker erklärt, dass die Energieversorgung über Netzersatzanlagen sichergestellt werden müsse. Hierfür sei eine konkrete Treibstoffmenge zu benennen, um den dauerhaften Betrieb der Aggregate zu gewährleisten. Herr Kimm von der Polizeiinspektion ergänzt, dass die Polizei sich bereits auf ein solches Szenario vorbereite. Über eine notstromgepufferte Ladeinfrastruktur solle die langfristige Betriebsbereitschaft der elektrischen Fahrzeuge gewährleistet werden.
Ausschussvorsitzende Bendorf erkundigt sich nach der Dauer der Betriebsbereitschaft des Mobilfunknetzes im Falle eines Stromausfalls. Frau Völker schätzt diese auf etwa drei Stunden. Erster Stadtrat Moßmann ergänzt, dass viel Infrastruktur zurückgefahren worden sei und das Thema nicht mehr ausreichend diskutiert werde. Die Bevölkerung solle erneut sensibilisiert werden, sich mit solchen Szenarien auseinanderzusetzen. Die Verwaltung werde Maßnahmen wie die Sireneninfrastruktur, Notstromversorgung, Kraftstoffversorgung und Rufbereitschaften vorhalten. Zudem sei die Erfassung der unbedingt notwendigen Verwaltungsleistungen unabdingbar. Die Hansestadt Lüneburg werde ihr Möglichstes tun, um sich darauf vorzubereiten; eine erfolgreiche Vorbereitung setze unter dem Stichwort „Selbstschutz der Bevölkerung“ auch deren Mitwirkung voraus. Ausschussvorsitzende Bendorf weist darauf hin, dass die personelle Besetzung während Krisenfällen teilweise schwierig sei, da Personen mehrfach eingebunden seien. Herr Kimm ergänzt, dass sich ein automatischer Zusammentritt der Führungsorganisationen bei längerfristigen Stromausfällen als organisatorische Maßnahme bewährt habe.
