14.08.2025 - 9 Aufhebung des Beschlusses zum Antrag " Einricht...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Beschluss:

 

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Ehrenamt empfiehlt dem Rat der Hansestadt Lüneburg einstimmig folgenden Beschluss zu fassen:

 

Die Beschlussempfehlung vom 08.06.2023 des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Ehrenamt wird aufgehoben. Es besteht in der Hansestadt kein Bedarf für die Einrichtung einer Hebammenzentrale. Die im Stellenplan eingebrachte 0,5 VZÄ bedarf es über den Haushalt 2025 nicht.

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Abstimmungsergebnis:

 

Zustimmung: 5

Ablehnung: 0

Enthaltung: 0

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Beratungsinhalt:

 

Frau Schallar, Leitung des Fachbereichs 5-2, berichtet, dass die Aufhebung des Beschlusses zum Antrag „ Einrichtung einer Hebammenzentrale“, eingebracht durch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, in der Ratssitzung am 19.06.2025 nicht beschlossen, sondern das Thema zurück in den Sozialausschuss verwiesen wurde. Sie erinnert daran, dass der Antrag bereits in der vorangegangenen Sitzung des Sozialausschusses umfassend behandelt und die Ergebnisse einer Befragung zur Hebammenversorgung vorgestellt wurden.

 

Das Fazit: In der Hansestadt besteht keine Unterversorgung. Schwangere finden in der Regel eine Hebamme, digitale Portale wie „hebammensuche.de“ sind etabliert, vielfältige Informations- und Beratungsangebote sind verfügbar, etwa durch die „Frühen Hilfen“ und regelmäßige Hebammensprechstunden im Klinikum Lüneburg.

 

Am 04.07.2025 fand eine Online-Konferenz mit elf Hebammen statt, in der die Befragungsergebnisse vorgestellt und weitere Themen (z.B. Gebührenordnung, Fahrtkosten, Nachsorge, Rolle der Hebammensprecherinnen) besprochen wurden. Die Verwaltung stellte in diesem Zusammenhang das abgestimmte Verfahren zwischen Klinik und „Frühen Hilfen“ vor, das eine Versorgung bei kurzfristigem Bedarf sicherstellt. Es wurde ebenfalls die Rolle der beiden Hebammensprecherinnen thematisiert. Die Verwaltung regte an, eigenständige Strukturen zur Entlastung der Hebammensprecherinnen zu schaffen. Die teilnehmenden Hebammen äußerten den Wunsch, das Thema Hebammenversorgung weiterhin im Blick zu behalten. Die „Frühen Hilfen“ der Hansestadt Lüneburg haben zugesagt, das Thema auch zukünftig zu begleiten und bei Bedarf weitere Befragungen durchzuführen.

 

Die Verwaltung empfiehlt weiterhin die Aufhebung des Antrags, da keine neuen Erkenntnisse vorliegen, die eine Einrichtung der Zentrale rechtfertigen würden.

 

Der Ausschussvorsitzende Dr. Perschmann erklärt, dass das Hauptproblem in der Hebammenversorgung bei Familien mit geringer Gesundheitskompetenz liege. Eine Hebammenzentrale würde diese Zielgruppe nicht erreichen. Vielmehr müsse die Sichtbarkeit der bestehenden Unterstützungsstrukturen wie den „Frühen Hilfen“ gestärkt werden. Seine Fraktion unterstützt daher die Aufhebung des Antrags.