13.01.2025 - 5 Initiierung eines Schulentwicklungsprozesses fü...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Beschluss:

 

Der Schulgrunsatzausschuss fasst einstimmig folgenden Beschluss:

 

Der Kreistag/der Stadtrat beschließt die Initiierung eines umfassenden Schulentwicklungsprozesses für die weiterführenden Schulen (Sek I und Sek II) in Hansestadt und Landkreis Lüneburg

 

Ziel des Prozesses ist die Entwicklung einer zukunftsfähigen Schulstruktur unter Berücksichtigung folgender Aspekte:

 

Bedarfsorientierte Planung, insbesondere im Hinblick auf inklusive Beschulung und Schülerströme

 

Überprüfung der Notwendigkeit und möglichen Auswirkungen von Änderungen in der aktuellen Schullandschaft basierend auf datenbasierten Analysen.

 

Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Hansestadt sowie der Einbindung von Schulgemeinschaften, Eltern und Schüler*innen.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Hansestadt/des Landkreises ein Schulentwicklungskonzept im Rahmen eines partizipativen Prozesses zu entwickeln und anschließend dem Kreistag/dem Stadtrat vorzulegen.

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmig.

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Beratungsinhalt:

 

Freia Srugis und Thomas Dobutowitsch (beide Landkreis Lüneburg) stellen anhand der beigefügten Präsentation die aktuelle Lage im Landkreis Lüneburg vor, tragen dann ein Beispiel eines Schulentwicklungsprozesses aus dem Landkreis Cuxhaven und abschließend ein fiktives Fallbeispiel vor, welches die Notwendigkeit eines gemeinsamen Schulentwicklungsprozesses im Landkreis Lüneburg verdeutlicht.

 

Aktuell planen die beiden Schulträger für die weiterführenden Schulen Landkreis und Hansestadt Lüneburg die Entwicklung der Schulen in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich, dies oftmals noch reaktiv. Immer deutlicher zeigt sich jedoch im Anwahlverhalten der Erziehungsberechtigten, dass einige Schulen stark angewählt werden, andere wiederum sehr wenige Schüler:innen haben. Als schwierig wird auch die ungleiche Verteilung von Schüler:innen mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf gesehen, die sich an wenigen Schulen „ballen“ und eine Inklusion erschweren. Diese Punkte waren ausschlaggebend, sich verwaltungsseitig für einen gemeinsamen Planungsprozess zu entscheiden.

 

Als Beispiel für einen Planungsprozess war es geplant, den Landkreis Cuxhaven berichten zu lassen. Dort wurde in den letzten Jahren ein entsprechender Prozess durchgeführt. Auf Grund einer Absage stellte Herr Dobutowitsch den dort durchgeführten und sehr partizipativ sowie transparent gestalteten Prozess vor. So wurden dort neben Politik und Verwaltung, auch die Samtgemeinden sowie Eltern, Schülerschaft und Schulleitungen einbezogen. Dies soll auch in Lüneburg erfolgen. Die zugrundeliegende Idee ist dabei ein ebenso quantitativer wie qualitativer Schulentwicklungsprozess mit dem Ziel einer modernen und flexiblen Schullandschaft. Dabei soll die jeweilige Ausgangslage der einzelnen Schulen (Schülerzahlen, Wohnorte, Inklusionsbedarf etc.) für die Planung entsprechender Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

 

Mit einem fiktiven Fallbeispiel wurde verdeutlicht, wie wichtig eine gemeinsame Planung ist, da die Umwandlung einer Schule Auswirkungen auf alle im Umkreis liegenden Schulen bis hin zu den berufsbildenden Schulen hat. Die zentrale Frage der Entwicklung von Schülerströmen und deren Auswirkungen auf Mikroebene wird damit für alle Anwesenden ersichtlich.

 

Im Rahmen der anschließenden Diskussion wird deutlich, dass eine gemeinsame, moderierte und partizipative Schulentwicklungsplanung angegangen werden soll. Es wird darauf verwiesen, dass die Parteiinteressen bei diesem Thema auch im Wahlkampf zurückgestellt werden sollten, um das bestmögliche für alle Schüler:innen zu erhalten.

 

Herr Peyko (Kreistag) regt an, die Themen Schülerbeförderung und Anfangszeiten mit in den Blick zu nehmen.

 

Auf Nachfrage berichten Herr Dobutowitsch und Herr Miekautsch (Hansestadt) zu den Möglichkeiten von Primus Schule, einer Schulentwicklungssoftware, und an welchem Bearbeitungsstand die jeweiligen Schulträger angekommen sind.

 

Sorge machen die aktuellen Nöte der Schulen, da ein Planungsprozess länger andauert und die Probleme jetzt da sind. Frau Krüger (Hansestadt) entgegnet, dass ein Planungsprozess immer eine Herausforderung ist, sichert aber zu, dass bis zum Abschluss Lösungen gefunden werden. Frau Hobro (EKRin) verdeutlicht, dass es immer provisorische Lösungen gibt, um schnell zu unterstützen. Letztlich verständigen sich alle einstimmig, den Prozess zu beginnen. Die Empfehlung ist noch durch Kreistag und Stadtrat zu bestätigen. Die Hansestadt wird sich hierzu den Landkreis Cuxhaven einladen, der bereits im Landkreis Lüneburg den Prozess vorgestellt hatte.

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://buergerinfo.stadt.lueneburg.de/public/to020?SILFDNR=7681&TOLFDNR=58232&selfaction=print