03.12.2025 - 6 Veränderungen im ÖPNV zum bevorstehenden Fahrpl...
Grunddaten
Beratungsinhalt:
Herr Kipke, Leitung des Fachbereiches 3b – Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umwelt und Mobilität –, stellt Herrn Kniestädt, Betriebsleiter der MOIN GmbH, und Frau Rieken, Mitarbeiterin der MOIN, vor. Er weist auf die Info-veranstaltung der MOIN am 05.12.2025 in der Leuphana Universität hin.
Herr Kniestädt und Frau Rieken präsentieren die Fahrplanänderungen ab dem 01.01.2026 anhand der Folien 15 bis 30. Die 5016 würde über das Hanseviertel führen, sobald die Straße freigegeben werde.
Herr Dau, beratendes Mitglied auf Vorschlag des AStA, bedankt sich bei der MOIN und bei dem Bereich Mobilität des Landkreises. Herr Dau fragt, ob die Stadtbuslinien um 21:40 Uhr zuletzt abfahren würden oder diese bis dahin zuletzt unterwegs wären.
Herr Kniestädt bestätigt, dass die letzte Abfahrt um 21:40 Uhr am ZOB in Lüneburg sei und die Busse dann ihre letzte Strecke des Tages fahren.
Ratsfrau Schröder-Ehlers, hat eine Frage bezüglich der Nachtbuslinien und im Vorgriff auch zum ÖPNV-Taxi insbesondere, weil der Landkreis heute im Ausschuss stark vertreten sei. Das HVV hop als ÖPNV-Taxi biete große Vorteile für die Bewohner:innen im Landkreis Lüneburg. Für das Stadtgebiet frage sie sich, ob die Nachtbuslinien und das HVV hop als ÖPNV-Taxi miteinander verknüpft seien. Wenn am Wochenende eine Nachtbuslinie fahren würde, könne das ÖPNV-Taxi im Stadtgebiet nicht benutzt werden. Bisher habe der Landkreis offengelassen, was das in der Umsetzung bedeute. Wenn man am Ende der Linie einer Nachtbushaltestelle wohne, welche Strecke müsse man zu Fuß laufen, bevor ein ÖPNV-Taxi genutzt werden könne? Sei es richtig, dass bei der Nutzung der Nachtbuslinie ein Fußweg von zwei Kilometern in Kauf genommen werden müsse, ehe ein ÖPNV-Taxi gerufen werden könne? Dies wäre eine erhebliche Verschlechterung. Zudem wäre das Angebot des ÖPNV-Taxis für die Bewohner:innen des Landkreises künftig wesentlich günstiger, im Stadtgebiet jedoch sei das künftige Angebot teurer. Das jetzige ASM als ÖPNV-Taxi sei wesentlich günstiger. Und gebe es weiter den Bus zum Theater Lüneburg?
Herr Kniestädt, Betriebsleitung der MOIN, erklärt, die MOIN betreibe den Nachtbus. Das HVV hop werde vom Landkreis betrieben. Was Fahrten beispielsweise zum Theater Lüneburg betreffe, müsse an die MOIN herangetreten werden und Lösungen gefunden werden.
Herr Müller, Kreisrat Fachbereich Mobilität und Finanzen des Landkreises Lüneburg, weist darauf hin, dass das HVV Hop im nächsten Tagesordnungspunkt vorgestellt und die Fragen möglicherweise dadurch beantwortet werden können. Das HVV hop sei sowohl die Nachfolge des ASM als auch des Rufbuses. Stark frequentierte Rufbuslinien seien in den Linienverkehr der MOIN überführt worden. Für die weniger stark frequentierten Rufbuslinien sei vorgesehen, dass diese künftig flächendeckend vom HVV hop übernommen werden.
Ratsherr Neumann fragt, ob die Betriebshöfe im Hafen und in Reppenstedt zum 1. Januar 2026 in den Betrieb gingen und ob die Busse der MOIN wie geplant dort geladen werden können. Zudem frage er sich, ob wie angekündigt eine Fahrgastzählung zur Überprüfung der Effizienz und Effektivität der Linien stattfinden würde, um Gelder zu sparen, wenn Linien nicht genutzt werden.
Herr Kniestädt, Betriebsleitung der MOIN, antwortet, dass der Betriebshof in Reppenstedt in Planung sei. Im Betriebshof im Hafen seien heute die ersten beiden E-Busse geladen worden. Es seien bereits erste Probefahrten im Stadtgebiet durchgeführt worden.
Frau Rieke, Mitarbeiterin der MOIN, antwortet, dass zurzeit die Ausschreibung für die Fahrgastmessung vorbereitet werde. Es gehe hierbei darum, auf Daten und Fakten basierend den Fahrplan entsprechend anpassen zu können.
Herr Mädge, beratendes Mitglied auf Vorschlag des Seniorenbeirats, erklärt, dass in der Vergangenheit angekündigt worden sei, dass die Busse der MOIN abends eine Stunde länger als bisher fahren würden. Dies sei nun nicht umgesetzt worden. Würden die Buslinien 5012 und 5008 den Markt anfahren? Werde künftig die Linie 5001 in beide Richtungen zum Schulzentrum der IGS Lüneburg und zum Markt mit Gelenkbussen angefahren? Es komme bei dieser Linie oftmals vor, dass Fahrgäste aufgrund des vollen Busses abgelehnt werden würden.
Herr Kniestädt, Betriebsleitung der MOIN, antwortet, die Linie 5008 würde den Markt nicht anfahren. Es bestehe ein Umstieg am ZOB. Es habe hierzu bereits Stellungnahmen gegeben. Zum Betriebsstart der MOIN könnten nicht alle Probleme direkt gelöst werden. Die Größe der Fahrzeuge sei nach den Daten ausgewählt worden, die der MOIN aktuell vorlägen. Wie bereits von Frau Rieke ausgeführt, werde künftig eine eigene Analyse der Fahrgastzahlen stattfinden, um die Fahrzeuggrößen optimal anzupassen. Die MOIN befinde sich überdies auch in enger Absprache mit den beauftragten Subunternehmen, sodass das Angebot angepasst werden könne. Auch das Personal sei sowohl bei der MOIN als auch bei den Subunternehmen gesichert.
Frau Rieke, Mitarbeiterin der MOIN, ergänzt, dass die 5012 künftig am Reichenbachplatz halte. Der Markt werde nicht angefahren, hierfür müsste am ZOB umgestiegen werden.
Erster Stadtrat Moßmann drückt sein Bedauern aus, dass die Haltestelle Rathaus von der 5012 nicht angefahren werde. Die Hansestadt Lüneburg habe in der Vergangenheit mehrfach deutlichgemacht, dass die Haltestelle, auch von den anderen betroffenen Linien, weiter angefahren werden sollte. Der Marktplatz liege ihm als zentraler Punkt der Innenstadt sehr am Herzen. Die Entscheidung in der konstituierenden Ratssitzung im Jahr 2021, die Achse über Am Berge herauszunehmen, sei vor dem Hintergrund der Absicherung der Haltestelle am Markt getroffen worden. Der Markt solle als nördliche Innenstadthaltestelle angefahren werden und nun werde diese Haltstelle von mehreren Linien der MOIN aufgelassen. Auch im Rahmen der Planungen des Ausbaus des Fahrradringes sei vorgesehen, die Haltestelle Rathaus endlich barrierefrei auszubauen. Die Auflassung dieser Haltestelle sei definitiv ein Fehler und das falsche Signal, wenn über die Stärkung der Innenstadt des Oberzentrums Lüneburg gesprochen werde. Die Entscheidung der MOIN laufe dem Interesse der Hansestadt Lüneburg zuwider und auch der Landkreis sollte die Funktion der Hansestadt ernst nehmen.
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