03.12.2025 - 4 Mitteilungen der Verwaltung im öffentlichen Teil

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Beratungsinhalt:

 

Erster Stadtrat Moßmann begrüßt die Anwesenden.

 

Er berichtet über den diesjährigen Adventsshuttle (siehe Folie 6). Es sei aufgrund der Erfahrungswerte aus den letzten Jahren davon auszugehen, dass der Shuttle am zweiten und dritten Adventssamstag stärker angenommen werden würde. Die Stadtverwaltung stehe zum Thema Shuttleverkehr im engen Austausch mit dem Verband der Gastronomen. Auch ein ganzjähriger Shuttleverkehr, außerhalb des ÖPNV-Angebots sei vorstellbar. Ein Vorbild könne hierbei die Partnerstadt Clamart in Frankreich sein. Hier werde ein Shuttle in hoher Taktung ganzjährig angeboten. Dies sei jedoch mit wesentlich höheren finanziellen Kosten für die Kommune verbunden. Die Partnerstadt berichtet von monatlichen Kosten von rund 150.000,- €. Da sie selbst – wie Lüneburg – nicht Aufgabenträger des ÖPNV sei, ginge dies voll zu Lasten des städtischen Haushalts.

 

Erster Stadtrat Moßmann erläutert die Piktogrammketten mit Sinnbild Radverkehr (siehe Folie 7). Durch die Entstehung des Neubaugebiets Am Wienebütteler Weg – Bei Mönchsgarten zwischen Dempwolfstraße und dem Radverkehrsplatz Ochtmisser Kirchsteig  wird die Radwegeverbindung wesentlich höher frequentiert werden. Die Umsetzung der Piktogrammketten mit Sinnbild Radverkehr an den drei Standorten (Mönchsgarten, Stadtkoppel, Soltauer Straße) erfolge zwischen dem 8. und 12.12.2025.

 

Herr Kipke, Leitung des Fachbereiches 3b – Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umwelt und Mobilität, stellt das Update der Planungen der Qualitätsoffensive aus der Veranstaltung der DB InfraGo (gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn AG) (siehe Folien 8 bis 13) vor. In fünf Monaten starte die Qualitätsoffensive der DB InfraGo. Zurzeit fänden bereits vorbereitende Maßnahmen statt. Die LNVG (Landesnahverkehrsgesellschaft) habe ebenfalls die Information vorgetragen, dass die DB InfraGo die Sperrung vom 1.05. bis 10.07.2026 insbesondere auch dazu nutze, um die Brücke der Bleckeder Landstraße zu sanieren. Neueste Erkenntnis sei, dass auch die Verbindung nach Lübeck über Büchen davon betroffen seien. Es wird ein neuer Haltepunkt in Adendorf eingerichtet, für den im Sperrzeitraum auch Schienenersatzverkehr (SEV) geplant sei. Die Fertigstellung ist bisher für Sommer 2026 terminiert, muss nun aber zum 01.05.2026 fertiggestellt sein, wenn man für die Bahnstrecke nach Büchen eine Anbindung Lüneburgs bzw. Adendorfs erreichen will. Am 27.01.2026 werde es ein Informationsveranstaltung für Bürger:innen geben; die Bewerbung werde auch durch die Pressestellen von Hansestadt und Landkreis Lüneburg begleitet. Voraussichtlich im April 2026 sind weitere digitale Infotermine für Bürger:innen geplant.

 

Erster Stadtrat Moßmann ergänzt, auf das Zuraten der Hansestadt Lüneburg habe die LNVG weitere Gelenkbusse in die Ausschreibung des Schienenersatzverkehrs für die Verbindung Lüneburg-Hannover aufgenommen. Es sei zunächst vorgesehen, dass vier Gelenkbusse den SEV fahren würden. Die Anzahl könne auf bis zu sieben Gelenkbusse/Stunde erhöht werden. Dies werfe verkehrliche Fragen auf bezüglich der Abfahrposition der Busse des SEVs, da in diesem Zeitraum noch die Baustellen rund um den Bahnhof sowohl in der Dahlenburger Landstraße als auch in der Bleckeder Landstraße vorhanden seien. Die Ratsmitglieder bekämen am morgigen Tag, den 4.12.2025 ein Anschreiben der LNVG zur Kenntnis weitergeleitet, mit einer Begründung der LNVG, warum die weiteren städtischen Forderungen nicht berücksichtigt werden konnten.

 

Ratsfrau Schröder-Ehlers erklärt, dass die Oberbürgermeisterin weiterreichende Ideen für den SEV gehabt habe, als sie zur Situation der Pendler:innen während dem Zeitraum der Qualitätsoffensive hier im Ausschuss gesprochen habe. Wie z.B. Schnellbuslinien zwischen Lüneburg und Hannover sowie dies zwischen Schwerin und Hamburg der Fall sei. Und aus welchen Gründen sei kein Umstieg der Fahrgäste in Hannover-Langenhagen möglich? Und habe die Oberbürgermeisterin nicht in Erwägung gezogen, dass Hotelübernachtungen und Co-Workingplätze für Pendler:innen übernommen werden sollten?

 

Erster Stadtrat Moßmann antwortet auf die Fragen von Ratsfrau Schröder-Ehlers, dass ein Gespräch zwischen der Oberbürgermeisterin und Herrn Grant Hendrik Tonne, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, stattgefunden habe und auch er selbst daran teilgenommen habe. Minister Tonne wolle sich bezüglich eines Folgetermins melden, sobald er hausintern und mit der LNVG Rücksprache gehalten habe. Die seinerzeitige Äußerung der Oberbürgermeisterin sei unstrittig nicht dahingehend zu verstehen gewesen, dass die Hansestadt (finanziell) eintreten sollte. Vielmehr habe sie Anregungen zu alternativen Angeboten durch LNVG oder DB gegeben, mit denen die erheblichen verkehrlichen Einbußen mit einem unzureichenden SEV begegnet werden könnte. Das Land Niedersachsen habe nach eigener Aussage hierfür keine Mittel, da dies keine klassischen Aufgaben des SEVs seien. Bezüglich der Thematik eines Schnellbuses verweise das Land Niedersachsen auf die Zuständigkeit der Deutschen Bahn mit. Die Fernverkehrsverbindung werde regulär durch ICEs und ICs gewährleistet. Dies sei ureigene Aufgabe der Deutschen Bahn. Die DB selbst sehe keine Zuständigkeit für die Einrichtung eines Schnellbusses, da die Umbauten im Rahmen einer Qualitätsoffensive verlaufen und nicht im Rahmen einer Generalsanierung der Strecke. Nur für letzter liege (auch die finanzielle) Verantwortung bei der DB. Man könne diese Argumentation aus Sicht der LNVG und der DB zwar nachvollziehen, aber teile sie nicht. Letztlich werden die Kommunen mit ihren zahlreichen Pendlerinnen und Pendlern mit dem Problem des unzureichenden SEV allein gelassen.

 

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