10.03.2004 - 5 Schlussbericht zur versuchsweisen abendlichen Ö...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Beschluss:

 

Der Verkehrsausschuss nimmt den Sachbericht der Verwaltung zur Kenntnis.  Zugleich spricht sich der Verkehrsausschuss dafür aus, den Verkehrsversuch zu beenden und die bisher angeordneten Einzelmaßnahmen nunmehr durch eine entsprechende dauerhafte straßenverkehrsrechtliche Anordnung zu ersetzen.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

    Ja-Stimmen:     6

Nein-Stimmen:     1

  Enthaltungen:     -          

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Beratungsinhalt:

 

Herr Domanske erläutert für die Verwaltung die Sitzungsvorlage und teilt mit, dass die im Rahmen des Verkehrsversuchs erfolgte abendliche Öffnung der „Neuen Sülze“ und der Salzstraße nunmehr abgeschlossen werden sollte. Wenngleich die abendliche Öffnung des Straßenabschnittes auch tagsüber zu einem Anstieg der Verkehrsmengen geführt hat, so fällt dieser nicht so dramatisch aus, wie dies zum Teil ursprünglich befürchtet wurde.

 

Anhand durchgeführter Zählungen und Messungen stellt sich die Situation wie folgt dar:

 

vor Öffnung der Fußgängerzone:            gegen Ende des Verkehrsversuchs:

  3 – 12 Uhr                     86 Kfz. / Std.                                            109 Kfz. / Std.

12 – 19 Uhr                 100 Kfz. / Std.                                            141 Kfz. / Std.

19 –   3 Uhr                     45 Kfz. / Std.                                              73 Kfz. / Std.       

 

Die durchschnittliche Geschwindigkeit hat sich von 17,3 km/h auf nunmehr 18,7 km/h erhöht, wobei allerdings zu bemerken ist, dass in der Fußgängerzone allenfalls 5 – 10 km/h zulässig waren.  Die Befürchtung, das Geschwindigkeitsniveau könnte durch die Einführung des sog. verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches deutlich ansteigen, hat sich mithin nicht bewahrheitet. Vielmehr ist festzustellen, dass Bau und Betrieb der Straße offenbar dazu beitragen, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h eine erfreulich hohe Akzeptanz findet.

 

Herr Damman vom BUND hält die Verkehrsmengenzuwächse für nicht vertretbar; die Gefahren für Schüler und Fahrradfahrer haben s. E. deutlich zugenommen.  Er stellt die abendliche Öffnung der vorgenannten Straßenzüge insgesamt in Frage.

 

Der Diskussionsverlauf macht deutlich, dass der Anteil der ordnungswidrigen Fahrten  kritisch zu sehen ist. Insoweit spricht man sich für vermehrte Kontrollen aus. Indes fällt der Verkehrsmengenzuwachs insgesamt nicht derart hoch aus, dass die abendliche Öffnung des betroffenen Bereiches rückgängig zu machen sei.

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