27.06.2011 - 7 Neubau Stadtteilhaus Ebensbergmündlicher Vortrag
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Datum:
- Mo., 27.06.2011
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- außerordentliche Sitzung
Beratungsinhalt:
Beigeordneter Dörbaum begrüßt zur Beratung Herr Gütze von der Kirchengemeinde Lüne sowie Frau Bachmann vom Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft, die das Bauvorhaben vorstellen wird.
Stadtbaurätin Gundermann führt einleitend aus, dass das Bauvorhaben selbst von Frau Bachmann vom Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft vorgestellt wird. Die Konzeption des Stadtteilhauses wurde im Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft erarbeitet. Die Rahmenbedingungen zur Umsetzung des Vorhabens werden vom Werksleiter Koplin vorab erläutert.
Werksleiter Koplin weist darauf hin, dass die Planungen zur Umsetzung eines neuen Stadtteilhauses für den OT Ebensberg seit nunmehr 1 Jahr laufen. Anhand einer Power-Point-Präsentation (tlw. Anlage I) wird der vorgesehene Standort des geplanten Stadtteilhauses aufgezeigt.
Ursächlich für eine Planung des Neubaus war die Feststellung, dass das am Standort stehende Gemeindezentrum schadstoffbelastet ist und eine vorgenommene Wirtschaftlichkeitsberechnung zu dem Ergebnis geführt hat, dass ein Abriss und Neubau sich wirtschaftlicher darstellt als eine Sanierung des bestehenden Gebäudes.
Zur Grundstückssituation wird ausgeführt, dass sich das gesamte Grundstück im Eigentum der Kirchengemeinde befindet und dass Gespräche in den letzten Monaten im Ergebnis dazu geführt haben, dass der Grundstücksanteil, der für den Bau des Stadtteilhauses erforderlich ist, von einer von der Stadt Lüneburg verwalteten Stiftung erworben werden soll. Die verbleibenden Restflächen werden von der Kirchengemeinde anderweitig vermarktet. Vorgesehen ist, aus dem Erlös des Verkaufs des Grundstückes seitens der Kirchengemeinde die Abbruchkosten des derzeitigen Gemeindehauses getätigt werden können. Für den Kaufpreis wird der für das Gebiet zugrunde zu legende Bodenrichtwert, der derzeit bei gut 100 €/m² liegt, festgelegt. Voraussichtlich wird die von der Stadt Lüneburg verwaltete Stiftung Zum Großen Heiligen Geist die Fläche erwerben. Die erforderliche Fläche beträgt ca. 797 m².
Mit dem Abriss des bestehenden Gebäudes wird dieser Tage begonnen.
Frau Bachmann – Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft - zeigt anhand von Grundsrissplänen die vorgesehene Raumplanung auf. Anhand von Ansichten wird der Gebäudekörper dargestellt. Eingegangen wird auf die Gesamtnutzfläche des Gebäudes, die bebaute Fläche sowie den umbauten Raum. Zu dem vorgestellten Raumprogramm werden Erläuterungen zur Nutzung und Größe der einzelnen Räume gegeben.
Zur technischen Baubeschreibung wird ausgeführt, dass es sich bei dem Hausbau um eine Niedrigenergiebauweise mit Passivhauskomponenten handelt. Eingegangen wird hierbei auf den sehr niedrigen Primärenergiebedarf im Verhältnis zum Endenergiebedarf. Eine Entscheidung, ob die Bauausführung in Holzrahmenbauweise oder Massivbau vorgenommen wird, steht noch aus. Auf die besonderen Maßnahmen, die zur Wärmedämmung vorgesehen sind, wird detailliert eingegangen. Die vorgesehene Flachdachfläche ist geeignet für die Aufbringung von Photovoltaikanlagen, die auch in die Dachfläche integriert oder auch nachgerüstet werden können. Die massiven Innenwände werden als Speichermasse dienen. Eingegangen wird ergänzend auch auf die Haustechnik, deren Lüftungsanlage mit einer Wärmerückgewinnung von bis zu 90 % arbeitet. Dargestellt werden die daraus sich ergebenden Vorteile der Lüftungsanlage, die für eine gute Raumluftqualität, die Minimierung von Lüftungswärmeverlusten und zur Vermeidung von Bauschäden beitragen wird.
Die Baukosten werden sich voraussichtlich auf 300.000 € belaufen, woraus auf die Jahre 2011 und 2012 jeweils anteilig 150.000 € anfallen werden. Der Baubeginn ist für September 2011 vorgesehen. Nach der Rohbauphase wird der Ausbau im Zeitraum Dezember 2011 bis April 2012 durchgeführt, so dass von einer Fertigstellung Mai 2012 ausgegangen werden kann.
Beigeordneter Dörbaum merkt als Ortsvorsteher Ebensberg an, dass der Neubau eines Stadtteilhauses für den OT Ebensberg erforderlich sei. Er erinnert daran, dass sich der Jugendhilfeausschuss und der Sozialausschuss mit der Thematik auseinandergesetzt habe. Er habe in diesen Ausschüssen zum Erfordernis eines Stadtteilhauses entsprechend vorgetragen. Über die Konzeption der Betreibung des Stadtteilhauses haben intensive Beratungen stattgefunden. Die geplante Funktionalität sowie der Aspekt der Berücksichtigung von Energieeinsparungen hält er für besonders vorteilhaft. Die vorgesehene Modulbauweise hat heutzutage einen hohen Qualitätsstandard, so dass eine vergleichbare Bauweise auch für Stadtteilhäuser in anderen Stadtteilen zum Tragen kommen könnte.
Beigeordneten Körner interessiert, ob es auch für Energiesparhäuser einen Überblick über die zu erwartenden Energiekosten geben würde.
Werksleiter Koplin merkt hierzu an, dass bei der vorgesehenen Baukonzeption davon auszugehen ist, dass ein extrem niedriger Energieverbrauch zugrunde zu legen ist, so das auch davon auszugehen ist, dass sich die Folgekosten auf einem relativ niedrigen Niveau befinden werden.
Beigeordneten Körner interessiert, ob für den Betrieb des Stadteilhauses von Seiten der Stadt Personal vorzuhalten sein wird.
Beigeordneter Dörbaum weist darauf hin, dass zur personellen Ausstattung des Stadtteilhauses eine ausführliche Beratung im Jugendhilfeausschuss stattgefunden habe. Eine Betreibung ist im Zusammenwirken mit den vorhandenen Räumlichkeiten an der Hermann-Löns-Straße vorgesehen.
Er weist noch mal daraufhin, dass Stadteilhäuser in der heutigen Zeit Erfolg haben. Für begrüßenswert hält er es, dass hier Kirche und Gemeindehaus unter einem Dach zusammengebracht werden können. Hierzu bedarf es noch einer Vereinbarung zwischen Kirche und Stadt, die von beiden Seiten angestrebt wird.
Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.
