13.11.2007 - 5 Kostenlose Fahrradmitnahme in den Nahverkehrszü...

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Der Ausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

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Beratungsinhalt:

 

Beigeordneter Löb möchte eine Gleichbehandlung von Lüneburgern und Hamburgern erreichen, denn Hamburger können – bis auf Ausschlusszeiten während des Berufsverkehrs – ihre Fahrräder kostenlos in den Verkehrsmitteln des HVV mitnehmen. Aufgrund der Ausschlusszeiten sei auch nicht mit einer übermäßigen Belastung durch Studenten zu rechnen. Ziel der kostenlosen Fahrradmitnahme sei insbesondere der Ausflugsverkehr und eine Kostenreduzierung für Familien, was insgesamt zu einer Verbesserung des Angebots führe.

 

Herr Thöring hält einen Vergleich mit Hamburg für unangemessen. Denn Hamburg hat Schnellbahnen, die im fünf bis zehn Minutentakt verkehren. Ferner nehmen auch alle anderen Regionalzüge des HVV, die nach Schleswig-Holstein und nach Niedersachsen fahren, aus den selben Gründen wie der Metronom keine Fahrräder kostenlos mit, da dies zu Engpässen und längeren Standzeiten der Züge in den Bahnhöfen führen könnte. Auch Herr Dr. Rehbein stimmt dem zu. Er kenne als ehemaliger Pendler zwischen Hamburg und Lüneburg die Situation im Metronom in den Abendstunden. Die Züge sind dann stets überbesetzt. Fahrräder würden die Situation erheblich erschweren. Auch am Wochenende wird der Metronom gut angenommen, weswegen für diese Zeiten auch keine Fahrräder kostenlos mitgenommen werden sollten. Zu beachten sei, dass jetzt schon viele Personen trotz zusätzlicher Gebühr ihre Fahrräder im Zug mitnehmen.

 

Beigeordneter Meißner findet es gerecht, wenn in allen Regionalzügen des HVV keine Fahrräder kostenlos mitgenommen werden. Fraglich sei, ob der Metronom einen Wagen für Fahrräder anhängen könnte. 

 

Für zusätzliche Wagen sind nach Auskunft von Herrn Thöring keine Kapazitäten vorhanden, denn die Lokomotiven erreichen mit acht Wagen bereits ihre Leistungsgrenzen.

 

Oberbürgermeister Mädge ergänzt dazu, dass zudem nur die Bahnsteige in Lüneburg und Uelzen die Möglichkeit haben zehn Wagen aufzunehmen. Nicht mal in Hamburg können aufgrund der Doppelnutzung der Bahnsteige längere Züge einfahren.

 

Herr Dammann sieht die Lösung in einer Verdichtung der Vertaktung. Dadurch könnten die ausgelasteten Kapazitäten entspannt werden.

 

Oberbürgermeister Mädge erhofft sich ab Anfang Januar eine Entlastung, weil dann auch die Regionalbahnen Doppelstockwagen einsetzen werden. Die Fahrradmitnahme sollte dann auf diese Züge konzentriert werden.

 

Beigeordneter Meißner weist darauf hin, dass der HVV die Mitgliedslandkreise drei mal im Jahr zum Gedankenaustausch einlädt. Hier sollte das Thema angesprochen werden, damit auf längere Sicht eine Lösung entsteht.

 

Nach abschließender Feststellung vom Beigeordneten Löb ist die Forderung zurzeit tatsächlich nicht leicht zu realisieren. Über eine kostenlose Fahrradmitnahme an Wochenenden sollte im nächsten Jahr aber trotzdem weiterdiskutiert werden.

 

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Anlagen zur Vorlage