03.03.2026 - 7 Vorstellung der Sanierung der Wallanlage mit Tu...

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Frau Lucht, Fachbereichsleitung Gebäudewirtschaft, stellt die geplante Sanierung der Wallanlage mit dem Tunnel Hinter der Bardowicker Mauer entsprechend der als Anlage beigefügten Präsentation vor. Sie stellt die historische Entwicklung der Wallanlage dar, die 

über die letzten Jahrhunderte und Jahrzehnte mehrfach überbaut und saniert worden sei, teils jedoch nicht unbedingt fachgerecht, sodass sich inzwischen einige Schadensbilder zeigten. Für den geplanten Sanierungsabschnitt von ca. 80 Metern zwischen den Einmündungen Reitende-Diener-Straße und Burmeisterstraße stehe derzeit ein Budget von 800.000 € aus Städtebaufördermitteln „Westliches Wasserviertel“ zur Verfügung. Ziel der Sanierung sei nicht, am Ende eine komplett schiere Mauer zu haben, sondern in Teilen so viel originales Gestein wie möglich zu erhalten, die unterschiedlichen historischen Bauabschnitte sichtbar zu machen und dennoch dafür zu sorgen, den sicheren Fortbestand des Bauwerks zu gewährleisten. Auf der Seite zum Liebesgrund sei das Schadensbild noch verheerender, weil hier vor vielen Jahrzehnten eine Überformung der Mauerkrone mit Zement vorgenommen wurde, der mit dem vorhandenen Gips und Wasser eine chemische Reaktion ausgelöst habe, die zum Ausdehnen des Gipses und in der Folge zum Aufsprengen des Mauerwerkes und zu Hohlraumbildungen in der Mauer geführt habe. Der 20 Meter lange Tunnel durch den Wall sei Fragment des Brückenkopfs einer Holzbrücke, die Anfang des letzten Jahrhunderts als schnelle Verbindung zwischen Innenstadt und Gärtnerviertel diente. Er sei lange als Lagerraum genutzt, dann im Rahmen einer Kunstaktion des Kunstvereins Lüneburg zu einem Ausstellungsort umfunktioniert worden und im vergangenen Jahr hätten dort regelmäßig kleine Konzerte, die „Tunneltöne“ stattgefunden, die so gut angenommen worden seien, dass die Idee entstanden sei, diesen Ort im Rahmen der Sanierung zu einem Veranstaltungsraum auszubauen. Frau Lucht stellt die Pläne vor, wie dieser Veranstaltungsort nach der Sanierung aussehen soll, u.a. sei eine großflächige Verglasung des Ausgangs Richtung Liebesgrund mit gläsernen Falttüren vorgesehen, um Tageslicht in den Raum zu bringen. Die Kosten für die Sanierung des Tunnels und der ihn unmittelbar umgebenden Mauer- und Wallanlage inklusive Herrichten als Veranstaltungsraum seien mit rd. 300.000 € veranschlagt. Es sei bereits mit der Schadensaufnahme begonnen worden, um die Arbeiten zügig umsetzen und hoffentlich in einem Jahr abschließen zu können. Frau Lucht beantwortet anschließend Detailfragen der Ausschussmitglieder. Das Nutzungskonzept sei noch offen. Aufgrund der räumlichen Begrenzung werde es eine Beschränkung auf 100 Personen (80 Gäste, 20 Personal) je Veranstaltung geben. Aus diesem Grund sei kein zweiter Rettungsweg notwendig. Auch eine Gaststättenkonzession zum Verkauf von Speisen und Getränken sei nicht vorgesehen, da diese ebenfalls einen zweiten Rettungsweg bedinge, dessen Erstellung das Budget sprengen würde. Es wäre aber möglich, für einzelne Veranstaltungen Sonderkonzessionen zu erteilen. Eine vollumfängliche Heizmöglichkeit sei nicht geplant, daher werde der Raum eher als „Sommerspielstätte“ nutzbar sein. Schwierig sei auch die Schaffung eines barrierefreien Zugangs aufgrund des Kopfsteinpflasters auf den Zuwegungen, daher werde eine Nutzung als Sitzungsraum nicht möglich sein. Die Veranstaltungstechnik sei zudem bisher nicht in der Kostenschätzung enthalten.

 

Der Ausschuss für Kultur und Partnerschaften nimmt den Bericht zustimmend zur Kenntnis.

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