22.01.2026 - 11 Anmietung von Räumen für ein Szenecafé

Beschluss:
ungeändert empfohlen
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 Frau Scholz berichtet, dass Politik und Öffentlichkeit schon länger den Wunsch geäußert haben, ein Kontaktcafé einzurichten, um Menschen zu erreichen, die von bestehenden Hilfsangeboten nicht erreicht werden. Seit 2023 habe die Stadt nach geeigneten Räumen gesucht; Alternativen wie Containerlösungen seien geprüft, aber verworfen worden. Die Kosten für das Gebäude inklusive zweier Stellen für Sozialpädagoginnen bzw. -pädagogen belaufen sich auf rund 340.000 Euro. Für die Einrichtung ist ein Ratsbeschluss erforderlich. Der Mietvertrag wurde zunächst um einen Monat verlängert. Der Beschluss ist abzuwarten.

Auf Nachfrage von Frau Henze erläutert Frau Scholz, dass der Zeitplan durch das kurzfristige Vorliegen einer geeigneten Immobilie durcheinandergeraten sei. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, zunächst ein Monitoring durchzuführen, dann ein Konzept zu erarbeiten und anschließend eine Immobilie zu suchen. Nun werde das Konzept parallel zur Anmietung entwickelt und durch Zwischenergebnisse aus dem Monitoring ergänzt.

Frau Esders erkundigt sich nach Kooperationspartnern und der Sicherstellung, dass keine freiwilligen Leistungen an anderer Stelle gekürzt werden. Sie regt zudem an, Barrierefreiheit mitzudenken. Frau Scholz bestätigt dies und nennt bereits geführte Gespräche mit PKL, Landkreis und Lebensraum Diakonie; weitere Gespräche mit Trägern wie z.B.der         Schuldnerberatung seien geplant. Einnahmen aus Wohnraumvermietung könnten die Kosten reduzieren. Die vorhandenen Mittel aus „Housing First“ für 2025 und 2026 sollen umgewidmet werden und für 2027 werden Mittel für den neuen Haushalt eingestellt.

Auf Nachfrage von Frau Schröder-Ehlers stellt Frau Scholz dar, dass die Hansestadt das Kontaktcafé zunächst selbst betreiben wolle, eine spätere Ausschreibung sei jedoch nicht ausgeschlossen. Frau Scholz stellt nocheinmal klar, dass Gespräche zwischen der Hansestadt mit dem Wendepunkt und der Diakonie ergeben hätten, dass im Wndepunkt weder der Bedsrf noch die Möglichkeit für eine Erweiterung bestehe. Das Kontaktcafè steht nicht in Konkurrenz zum Wendepunkt.

Herr Manzke erkundigt sich nach Umbaukosten; hierzu könne Frau Scholz noch keine Angaben machen, da der Baubereich das Gebäude erst nach einer Entscheidung prüfen werde. Frau Kabasci fragt nach Planungen für den Souterrainbereich; Frau Scholz nennt mögliche Nutzungen wie eine Gesundheitssprechstunde oder Beschäftigungsangebote. Frau Laudan weist darauf hin, dass Barrierefreiheit nur mit erheblichem Kostenaufwand zu erreichbar sei und die HLG dies bei Anmietungen berücksichtigen müsse.

 

Beschluss:

 

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Ehrenamt empfiehlt dem Rat der Hansestadt Lüneburg mehrheitlich, folgenden Beschluss zu fassen:

 

Der Rat der Hansestadt Lüneburg beschließt die Einrichtung und den Betrieb eines Szene-/Kontaktcafés als Anlaufstelle für Menschen in besonderen Notlagen und die Bereitstellung von Haushaltsmitteln für das Raumangebot sowie die personelle Betreuung.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, Verhandlungen über die Anmietung geeigneter Räume zu führen und die Verträge abzuschließen.

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Abstimmungsergebnis:

 

Zustimmung: 6

Ablehnung: 0

Enthaltung: 1