08.04.2026 - 9 Angepasster Planungsvorschlag: Umbau der Sternk...

Beschluss:
ungeändert empfohlen
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Beschluss:

 

Der Ausschuss für Mobilität empfiehlt dem Verwaltungsausschuss mehrheitlich, folgenden Beschluss zu fassen:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, den verkehrsgerechten Umbau der Sternkreuzung gemäß der vorgestellten Variante 2026_2 inkl. der Erweiterung der Planungsstandgrenzen umzusetzen.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

Zustimmung: 5

Ablehnung: 1

Enthaltung: 3

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Beratungsinhalt:

 

Herr Matz, Leitung des Fachbereich 7 - Tiefbau und Grün, stellt den bisher vertagten und angepassten Planungsvorschlag zum Umbau der Sternkreuzung anhand der Präsentation (Folie 54 bis 64) vor.

 

Herr Meyer, beratendes Mitglied auf Vorschlag des LCM, sagt, er könne der Planung nicht entnehmen, dass man noch wie bisher von der Soltauer Straße in die Uelzener Straße abbiegen könne.

 

Herr Matz erklärt, dass dies auf der Abbildung schwer zu erkennen sei, aber dass weiterhin an dieser Stelle abgebogen werden könne.

 

Frau Borchers, beratendes Mitglied auf Vorschlag des ADFC Lüneburg, erklärt, dass die Sternkreuzung bereits viermal im Arbeitskreis Verkehr behandelt worden sei. Es sei bereits viel Gutes bei der Planung berücksichtigt worden. Aufgrund des begrenzten Platzes sei der Handlungsspielraum gering. Der ADFC sei nicht damit zufrieden, dass die freien Rechtsabbieger bestehen bleiben würden. Früher sei als Argument genannt worden, dass der freie Rechtsabbieger von der Lindenstraße zur Post aufgrund der Post-LKW notwendig sei. Zwischenzeitlich stehe fest, dass die Post an dem Standort in der Sülztorstraße nicht bleiben werde. Daher wolle der ADFC weiter darauf hinweisen, dass aufgrund des hohen Gefährdungspotentials freie Rechtsabbieger zurückzubauen seien.

 

Herr Matz erklärt, dass aufgrund der Geometrie der Kreuzung die Abbiegefurten bestehen bleiben müssen. Größere Lieferfahrzeuge würden ansonsten beim Abbiegen in den Gegenverkehr geraten. Die Abbiegesituation gänzlich zu entschärfen, würde nur funktionieren, wenn die Grundgeometrie der Kreuzung gänzlich umgebaut werden würde. Dies könne aber nicht in einer „Light“-Variante gewährleistet werden.

 

Herr Korn, beratendes Mitglied auf Vorschlag des VCD, entgegnet, dass er die Planungen für den Umbau der Sternkreuzung als wesentliche Verbesserung der Situation vor Ort empfindet. Insbesondere die Verbreiterung des bisher sehr beengten Raums für Radfahrende zu Zufußgehenden sei sehr zu begrüßen. Es sei sehr gut, dass die Stadt viele der im Arbeitskreis Verkehr eingebrachten Vorschläge berücksichtigt habe. Die Beibehaltung der freien Rechtsabbieger sei wenig sinnvoll. Insgesamt stellten die Planungen aber eine wesentliche Verbesserung dar und der VCD hoffe, dass die Umsetzung zeitnah erfolgen könne.

 

Ratsherr Kohlstedt verweist darauf, dass die Stadt keine finanziellen Mittel für den Umbau der Sternkreuzung habe und diese - auch aufgrund der geringen Unfallzahlen - als eine funktionsfähige Kreuzung zu bezeichnen sei. Der Umbau des Bögelkreisels habe hingegen Priorität. Auch der Straßenbelag der Sternkreuzung sei einwandfrei. An der Sternkreuzung solle kein Geld „versenkt“ werden.

 

Erster Stadtrat Moßmann erinnert daran, dass es einen Ratsbeschluss zum Radentscheid gebe und einen Beschluss zur Radverkehrsstrategie, über die heute schon diskutiert und beraten wurde. Hier laute ein Schwerpunkt der Umbau von Kontenpunkten im Sinne des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Umbauten von Knotenpunkten seien problematisch in der Bauphase. Der Umbau des Bögelkreisels müsse mit Bedacht angegangen werden. Der Umbau des Kreisels sei aufgrund der fünf Arme des Kreisels und der Zuwegung für Rettungswagen zum Klinikum komplex. In Zusammenarbeit mit der Unfallkommission unter Einbindung der Verkehrswacht sei entschieden worden, dass zunächst eine neue Beschilderung an den Bögelkreisel aufgestellt werde. Nach dem Exkurs zum Bögelkreisel wolle er thematisch zurück zur Sternkreuzung kommen. Die Sternkreuzung sei nicht nur der Weg zur Universität, sondern beispielsweise auch der Weg zum Kurpark. Im Besonderen seien in unmittelbarer Umgebung der Sternkreuzung die weiterführende Wilhelm-Raabe-Schule und die Grundschule St. Ursula, beides schulbezirksunabhängige Schulen, sowie die Musikschule. Über die Sternkreuzung würden somit besonders viele Kinder und Jugendliche mit dem Rad fahren. Die Abstellflächen seien dort aktuell zu eng bemessen. Auch die Verlegung der Bushaltestelle bedeute für die Schülerverkehre eine Erhöhung der Verkehrssicherheit, weil Straßenquerungen vermieden würden.

 

Herr Matz ergänzt, dass der Straßenbelag, anders als in der Diskussion dargestellt, an der Sternkreuzung äußert bedenklich sei und der Asphalt dringend erneuert werden sollte. An den Planungen des Umbaus werde seit dem Jahr 2008 gearbeitet. Seit zwei Jahren befasse die Verwaltung sich mit den Planungen der „Light“-Variante, um den Budgetrahmen einhalten zu können. Der Zustand der Sternkreuzung verlange ein Handeln, um die Infrastruktur für die Verkehrsteilnehmenden aufrechtzuerhalten. Auch hinsichtlich der Förderfähigkeit des Projektes und der Baukosten sei es ratsam, den Umbau der Kreuzung nicht weiter zu verschieben. Die Förderwilligkeit sinke zurzeit und Baukosten würden jährlich stark zunehmen.

 

[Anmerkung: Ratsherr Heerbeck verlässt die Sitzung um 18:58 Uhr und nicht somit nicht an der Abstimmung teil.]

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Anlagen zur Vorlage

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