04.03.2026 - 12 Hospital Zum Großen Heiligen Geist: „Abschluss ...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Beschluss:

 

Der Ausschuss für Umwelt, Klima, Grünflächen und Forsten empfiehlt dem Verwaltungsausschuss der Hansestadt Lüneburg einstimmig, folgenden Beschluss zu fassen:

Der Verwaltungsausschuss der Hansestadt Lüneburg stimmt dem vorgelegten Flächenpoolnutzungsvertrag für die Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen mit den darin enthaltenen Rechten und Pflichten zu.

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Abstimmungsergebnis:

 

Zustimmung: 8 

Ablehnung: 0

Enthaltung: 0

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Beratungsinhalt:

 

Herr Prigge, Fachbereichsleitung 2 – Finanzen -, erläutert, dass das Gebiet Luheheide nicht mehr im Stadtgebiet liegt und dort bereits ein von der Firma Landwind betriebener Windpark besteht. 2025 trat das Unternehmen an die Hansestadt Lüneburg heran, um eine Erweiterung um weitere Windenergieanlagen vorzuschlagen, darunter eine Anlage auf einem Grundstück der Stiftung Hospital zum Großen Heiligen Geist. Seit September 2025 laufen intensive Vertragsverhandlungen unter Begleitung einer Rechtsanwaltskanzlei. Dabei konnte der ursprünglich geplante Rodungsumfang um 1 Hektar reduziert werden. Im Stiftungsrat wurde diese Vorlage bereits positiv beschieden.

 

Frau Langhorst, Mitarbeiterin der Firma Landwind, stellt das Vorhaben der Errichtung einer Windenergieanlage anhand einer Präsentation vor. Diese ist im Ratsinformationssystem als Anlage beigefügt.

 

Auf Nachfrage von Ratsherrn Neumann erklärt Frau Langhorst, dass Windenergieanlagen im Wald in Niedersachsen erst seit etwa zwei Jahren zulässig sind und bisher noch keine entsprechenden Anlagen des Unternehmens im Betrieb sind. Ausgleichsfragen werden vertraglich geregelt und über Nutzungsentgelte abgegolten.

 

Herr Spließgar, beratendes Mitglied auf Vorschlag des NABU, äußert Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes und möglicher Auswirkungen auf den Waldrand. Frau Langhorst verweist auf ein bestehendes Löschkonzept sowie eine automatische Löschanlage und bewertet das Risiko eines Brandes als gering.

 

Frau Ahlers, stellvertretendes beratendes Mitglied auf Vorschlag des BUND, spricht Aspekte des Vogelschutzes an, insbesondere Zugzeiten und mögliche kameragestützte Abschaltsysteme. Frau Langhorst erläutert, dass solche Systeme geprüft, jedoch aufgrund gutachterlicher Einschätzung sowie technischer Fehleranfälligkeit und wirtschaftlichen Einbußen verworfen wurden. Es sei eine Abwägung zwischen Natur- und Artenschutz sowie Wirtschaftlichkeit erforderlich.

 

Auf Nachfrage von Ratsfrau Dr. Dartenne zur Waldhistorie und Wegeführung erklärt Herr Prigge, dass eine angepasste Wegeplanung zugesichert wurde. Das Gebiet wurde historisch militärisch genutzt. Die dominierende Baumart ist die Kiefer.

 

Frau Keuter, Leitung Bereich 74 – Grünplanung und Forsten – ergänzt, dass es sich um einen stark beanspruchten Sandstandort (ehemalige Militärfläche) handelt. Das Stadtforstamt arbeitet seit Jahren an der Umwandlung von einem Nadelwald in einen Laubmischwald zur ökologischen Aufwertung. Der Wald wird insgesamt als vergleichsweise geringwertig eingestuft (Wertstufe 3–4 von 5).

 

Auf Nachfrage von Ratsherrn Neumann bestätigt Frau Langhorst, dass ein Netzanschluss vorhanden ist. Es müsse lediglich ein Mast ausgetauscht werden.

 

Ein Beratungsbedarf im nichtöffentlichen Teil wird vom Ausschuss für Umwelt, Klima, Grünflächen und Forsten nicht gesehen.

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