25.02.2026 - 10 Sachstand Realisierung A39
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Datum:
- Mi., 25.02.2026
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratungsinhalt:
Frau Schütte von der Autobahn GmbH berichtet anhand der beigefügten Präsentation über den aktuellen Sachstand zur Realisierung der A39.
Ratsherr Grimm fragt nach der Klage des 7. Bauabschnitts der A39 und ob die geplante Ausschreibung für den Abschnitt in Lüneburg realistisch sei.
Frau Schütte führt aus, dass am 13.05.2026 die Verhandlung des beklagten 7. Bauabschnitts stattfindet. Sie gehe davon aus, dass die Entscheidung des BVerwG zum 1. Bauabschnitt in Lüneburg ca. ein halbes Jahr später getroffen werde. Bei einem positiven Ausgang des ersten Verfahrens hoffe sie auf eine positive Strahlkraft und die Ausschöpfung der rechtlichen Möglichkeiten eines Sofortvollzugs für den 1. Bauabschnitt.
Desweiteren fragt Ratsherr Grimm nach der vorgestellten GST-Sperrung der Ilmenaubrücke.
Frau schütte erklärt, dass die Brücke schadhaft sei und perspektivisch mit einer Sperrung für Großraum- und Schwertransporte gerechnet werden müsse. Diese Verkehre bedürfen dann einer gesonderten Genehmigung, weil ein Ausweichen auf die städtische Infrastruktur nicht möglich sei.
Weiter fragt Ratsherr Grimm, ob schon Aussagen getroffen werden können, ob für das Gewerbegebiet Bilmer Berg, die seitens der Stadt in Erwägung gezogene Unterführung für den Anschluss des Gebietes „Bilmer Berg III“ notwendig werden wird. Darüber hinaus möchte er wissen, welche Auswirkungen die Verzögerung der Umsetzung des Baus der A39 auf den Bereich Bilmer Berg habe.
Die Verwaltung gibt zu Protokoll, dass sich das thematisierte Bauwerk planungs- und bautechnisch im 2. Bauabschnitt für den Neubau der A39 befindet. Die tatsächliche bauliche Umsetzung ist somit als nicht zeitkritisch für die Entscheidungsfindung der Erschließungsstrategie „Bilmer Berg III“ zu bewerten. Parallel dazu arbeitet die Verwaltung an einer Machbarkeitsstudie, welche die Erschließungsmöglichkeiten zum „Bilmer Berg III“ verkehrstechnisch im Detail betrachtet und bewertet. Die Machbarkeitsstudie betrachtet den nördlichen Anschluss des neuen Gewerbegebietes „Bilmer Berg III“ an die im Zusammenhang mit dem Bau der A39 zu verlegende B216 und die Otto-Brenner-Straße.
Sollte sich für einen solchen Anschluss entschieden werden, könnte die neben der Fuß-, Fahrrad- und Fledermausunterführung optional geplante zweite Autobahnunterführung zwischen „Bilmer Berg II“ und „Bilmer Berg III“ ggf. entfallen. Als Kfz-Erschließung für Bilmer „Bilmer Berg III“ würde der direkte Anschluss an die B216 ausreichen.
Erster Stadtrat Moßmann berichtet in diesem Zusammenhang über die Qualitätsoffensive und die Generalsanierung der Deutschen Bahn, da diese auch Auswirkungen auf die Baumaßnahmen in Stadtgebiet haben. Sollte es bei der Bahn zu Verzögerungen kommen, könne dies ebenfalls zu Verzögerungen, etwa bei den Baustellen in der Dahlenburger und Bleckeder Landstraße führen. Zudem gibt er zu bedenken, dass eine Verschiebung der Qualitätsoffensive in das Jahr 2027 zur Folge hätte, dass die Baustellen rund um den Bahnhof erst nach 2027 fertig gestellt werden könnten. Die Baustellen würden dann parallel zum Bau der A39 erfolgen.
Ratsherr Dißelmeyer bemängelt bei den Ausführungen von Stadtrat Moßmann den fehlenden Bezug zur A39.
Vorsitzende Bauseneick erläutert, dass die bestehenden Baustellen, die Baumaßnahmen der Deutschen Bahn und der Bau der A39 durchaus als im Zusammenhang stehend betrachtet werden könnten.
Ratsherr Grimm möchte wissen, ob die neue Autobahnbrücke über die Ilmenau geeignet sei, damit unter ihr auf der Industriebahn Eisenbahntransporte in ein mögliches, nördlich der Autobahn gelegenes, Gewerbegebiet fahren können.
Die Verwaltung gibt zu Protokoll, dass das neue Brückenbauwerk auf der A39 über die Ilmenau als 3-Feld-Bauwerk geplant und gebaut wird. Die Planunterlagen sehen hierfür den erforderlichen Raum für den Überschwemmungsbereich der Ilmenau vor sowie den Standardquerschnitt einer nicht elektrizifierten Gleisanlage.
Ratsfrau Dr. Dartenne dankt Herrn Moßmann für die Darstellung der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Baumaßnahmen, da diese auch Auswirkungen auf die Bürger haben. Sie habe gesehen, dass die Stadtverwaltung und die WLG in einem guten Austausch stünden.
